24. Juni 2018

NDR weist Programmbeschwerde ab

Quelle: idea.de

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Hamburg (idea) – Der Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks (NDR) in Hamburg hat eine Programmbeschwerde zur Fernseh-Dokumentation „Mission unter falscher Flagge – Radikale Christen in Deutschland“ zurückgewiesen.

Der Film, den am 4. August im ARD-Programm rund 1,5 Millionen Zuschauer sahen, hatte einzelnen evangelikalen Gemeinden religiösen Machtmissbrauch und Mission unter falschen Vorzeichen vorgeworfen. Daraufhin gingen beim NDR nach eigenen Angaben rund 7.000 vorwiegend kritische Anfragen ein. Wie der Sender jetzt mitteilte, hat sich am 20. November der Rechts- und Eingabenausschuss und der Rundfunkrat am 5. Dezember eingehend mit den Beschwerden befasst. Das Aufsichtsgremium sei zu dem Schluss gekommen, dass die staatsvertraglich festgelegten Programmgrundsätze des NDR nicht verletzt worden seien.

Die Rundfunkratvorsitzende Ute Schildt (SPD): „Der Film hat heftige Diskussionen ausgelöst. So gab es den Vorwurf, die Dokumentation betreibe antichristliche Propaganda und verletze die religiösen Gefühle zahlreicher Menschen. Auf der anderen Seite meldeten sich bei der Redaktion aber auch Zuschauerinnen und Zuschauer, die sich selbst als gläubige Christen bezeichneten und die sich für den Film bedankten.“ Der Rundfunkrat habe sich die Dokumentation genau angesehen und die Redaktion eingehend befragt. Nach sorgfältiger Prüfung sei der Rat zu der Einschätzung gelangt, dass die Redaktion verantwortungsvoll gehandelt und [Weiterlesen]