21. August 2018

Inhaftierter Missionar legt ein Geständnis ab

Quelle: idea.de

Foto: CFalk/pixelio.de

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Pjöngjang (idea) – Das kommunistische Regime in Nordkorea hat einen inhaftierten südkoreanischen Missionar ein Geständnis ablegen lassen. Der 50 Jahre alte Baptist Kim Jung Wook bat in einer Pressekonferenz um Gnade für seine angeblichen Verfehlungen. Er habe im Auftrag des südkoreanischen Geheimdienstes Hausgemeinden im Norden aufgebaut, um Spione anzuwerben. Auch in der chinesischen Grenzstadt Dandong habe er illegale christliche Gemeinden gegründet.

Kim war im Oktober festgenommen worden; am 27. Februar ließen ihn die Machthaber öffentlich auftreten. Südkorea streitet jegliche geheimdienstliche Verbindung zu dem Missionar ab und fordert seine sofortige Freilassung. Beobachtern zufolge werden ausländische Häftlinge in Nordkorea zu öffentlichen Geständnissen gezwungen. Man verspreche ihnen eine zügigere Freilassung. Kim hatte sieben Jahre lang in Dandong gearbeitet. Er half Nordkoreanern mit Nahrung und Unterkünften, die auf Arbeitsuche nach China gekommen waren. Im Oktober war Kim nach Nordkorea gereist, um [Weiterlesen]