20. September 2018

60 Kerzen zum 60. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR

Quelle: bsv-sachsen.de

BSV Sachsen gedenkt der Opfer am Panzerspuren-Denkmal in Leipzig. Foto: BSV

BSV Sachsen gedenkt der Opfer am Panzerspuren-Denkmal in Leipzig. Foto: BSV

Mit 60 Kerzen hat der Bund der stalinistisch Verfolgten (BSV) am Mittag (Montag, 17. Juni 2013) in Leipzig den 60. Jahrestag des Volksaufstandes in der DDR begangen.

Am Panzerspuren-Denkmal im Zentrum der sächsischen Großstadt erinnerten Aktivisten des SED-Opferverbandes an die blutige Niederschlagung der Protestbewegung durch russische Panzer.

Schweigeminute für Vorkämpfer der Freiheit

Mit einer Schweigeminute würdigte der BSV Sachsen den Mut und das Engagement der unerschrockenen Vorkämpfer für Freiheit im Jahr 1953. In einer Ansprache vor mehreren Dutzend Teilnehmern am Denkmal im Salzgässchen rief der BSV die politisch Verantwortlichen in Sachsen und den anderen Bundesländern dazu auf, die Erinnerung an das historische Ereignis wach zu halten.

Vize-Vorsitzender Volkhard Fuchs vom Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. sagte bei der Veranstaltung:

„Viele junge Menschen fühlen sich heute unzureichend informiert, was in der SED-Diktatur geschehen ist. Der Freistataat Sachsen sollte auch künftig Vorreiter in Deutschland sein, wenn es um die weitere Aufarbeitung der DDR-Geschichte geht. Deshalb fordern wir eine Zeitzeugen-Offensive. Diese Menschen sollten verstärkt in Bildungseinrichtungen geschickt werden, um über ihre Schicksale zu informieren. Das ist das beste Mittel gegen Verklärung, Totschweigen und Vergessen. Deshalb brauchen wir einen staatlichen Aktionsplan. Dazu bieten wir an, unsere Zeitzeugen zur Verfügung zu stellen.“

BVS leistet Beitrag zur Festigung der Demokratie

Der Bund der stalinistisch Verfolgten, Landesverband Sachsen e.V. setzt sich für die Rechte ehemals politisch Verfolgter und ihrer Hinterbliebenen ein. Das schließt den Psychiatriemissbrauch der SED-Diktatur ein. Der Verein fordert Wiedergutmachung gegenüber den Opfern des Stalinismus und Kommunismus. Er fördert seine Ziele auch durch die Herausgabe von Publikationen sowie durch Zeitzeugenprojekte und leistet damit einen Beitrag zur Festigung der Demokratie.