16. August 2018

Sex, Gender, Kinder

Peter Helmes, Politik-Berater und Publizist. Foto: privat

Peter Helmes, Politik-Berater und Publizist. Foto: privat

Von Tomislav Cunovic und Peter Helmes

Eine teuflische Idee hat Politik und Gesellschaft ergriffen – „Genderismus“. Es gibt nicht mehr Mann und Frau, sondern nur ein Einheitsgeschlecht.

„Frau“ wird man erst durch – falsche – Erziehung. Simone de Beauvoir, die langjährige Lebensgefährtin des Existenzialisten und Atheisten Jean-Paul Sartre war die Vorreiterin dieses Umerziehungsbegriffs: „Wir werden nicht als Frau geboren, sondern zur Frau gemacht“, schrieb sie 1949. Und seitdem befinden wir uns im permanenten Umerziehungsprozeß durch Gehirnwäsche.

Klar, daß Linke und Grüne in vorderster Linie für diese neue Ideologie kämpfen; denn sie öffnet jeder Gleichmacherei Tür und Tor. So entstand auch bei uns der „Gender Mainstream“.

Obwohl die Gender-Ideologie in krassem Widerspruch zur biblischen Lehre steht, macht sie selbst vor Kirchenmenschen nicht halt.

„Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“ (Genesis,1. Mose 1,27). Und Genesis 5.1 fährt fort: „Dies ist das Buch von Adams Geschlecht. Als Gott den Menschen schuf, machte er ihn nach dem Bilde Gottes.“ Da steht eben nicht, daß Gott den Menschen als Neutrum schuf, sondern als Mann und Frau.

Macht nix, die Gender-Apostel ziehen weiter über Land und besetzen nach und nach wichtige Schaltstellen der Gesellschaft, besonders im Bildungssektor. Man faßt es nicht, daß auch in CDU-Kreisen der Genderwahn um sich greift.

Daß ohne Mann und Frau keine Kinder zur Welt kommen können – geschenkt. Die moderne „Familie“ braucht diese altbackene Form nicht. Das Kind wird zum Spielball beliebiger gesellschaftlicher Vereinigungsformen. Kindeswohl? Geht auch bei zwei Frauen oder zwei Männern als „Elter“!

Wir haben uns offensichtlich schon an Grüne und Grüninnen, an Sozialdemokraten und Sozialdemokratinnen, an Christen und Christinnen gewöhnt. Aber müssen wir jetzt auch noch der Elter und die Elter – statt Vater und Mutter – hinnehmen? Müssen wir auch der/die/das Gott ertragen? Müssen wir Abschied nehmen vom Ei und erst feststellen, ob es weibliche oder männliche Chromosomen hat – als die Ei oder der Ei?

Wo bleibt der Aufstand? Wo bleibt der Aufschrei der Kirchen gegen diesen blühenden Blödsinn, gegen diese satanische Ideologie? Außer den klaren Worten des Papstes Benedikt – oder heißt es der Päpstin Benedikta? Es gibt ja bereits die Jesus und der Jesus! – hört man nichts. Unsere Kirchenoberen scheinen in eine allgemeine Angststarre gefallen zu sein – Ausnahme natürlich die Ex-Bischöfin und Luther-Botschafterin Käßmann. (Vermutlich rotiert Martin Luther schon bei der Erwähnung ihres Namens im Grab.)

Tomislav Cunovic, Rechtsanwalt in Frankfurt und bekennender kroatischer Katholik – zur Erinnerung: In Deutschland leben etwa 400.000 Kroaten, fast alle katholisch, zu deren bekanntesten Köpfen Cunovic gehört, und die zuletzt bekannt wurden durch die mutigen Karfreitags-Prozessionen in Frankfurt gegen den Widerstand von Grünen und Linken – schildert im Folgenden den Kampf der kroatischen katholischen Kirche gegen die Umerziehungsbemühungen der dortigen sozialistischen Regierung und gegen den Genderismus. Es wäre zu wünschen, daß das Beispiel auch nach Deutschland übergreifen würde; denn was Cunovic schreibt und die Fragen, die er stellt, treffen exakt auch die deutsche Situation.