15. August 2018

Bundesinnenministerium: Christliches Motiv auf Weihnachtskarte

Quelle: idea.de

Friedrich: Bezug zur fränkischen Heimat und zur eigentlichen Bedeutung des Festes. Foto: PR

Friedrich: Bezug zur fränkischen Heimat und zur eigentlichen Bedeutung des Festes. Foto: PR

Berlin/Hof/Brüssel (idea) – Ein christliches Motiv ziert den Weihnachtsgruß des Bundesinnenministeriums. Auf der Karte, die von Berlin aus an einen großen Verteiler im In- und Ausland geht, ist ein Ausschnitt aus einem Buntglasfenster der Hofer Dekanatskirche St. Michaelis zu sehen, das die Geburt Jesu darstellt.

In den vergangenen Jahren wurden die Weihnachtskarten des Ministeriums mit städtischen Motiven von Berlin versandt. Nach Angaben des Hofer Dekans Günter Saalfrank entschied sich der seit März amtierende Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) bewusst für ein kirchliches Motiv aus seinem Wohnort. Der Minister, der als überzeugter Protestant gilt, habe zum einen die Verbindung zu seiner oberfränkischen Heimat verdeutlichen und zum anderen auf die eigentliche Bedeutung des Weihnachtsfestes hinweisen wollen, sagte Saalfrank idea. Im November hatte Friedrich bei der EKD-Synode in Magdeburg das Grußwort der Bundesregierung gesprochen. Darin hatte er betont, dass der weltanschaulich neutrale Staat Religion nicht aus der Öffentlichkeit verbannen dürfe.

Proteste gegen offizielle Weihnachtskarten des Europa-Parlaments

Unterdessen haben zahlreiche Abgeordnete des Europa-Parlaments in Brüssel gegen dessen offizielle Weihnachtskarten protestiert. Die Karten, die die Parlamentsverwaltung zur Verfügung stellte, passten eher zu einer „sowjetischen Winterfeier“, heißt es in einem Schreiben. Keines der sechs angebotenen Motive habe einen christlichen Bezug. Dies sei eine Beleidigung aller christlichen Abgeordneten. Sie verlangten, dass künftig mindestens drei der sechs Weihnachtskarten den christlichen Charakter des Weihnachtsfestes erkennen lassen, jeweils eine für Katholiken, Protestanten und Orthodoxe.