23. September 2018

Rudolf Bultmann bekehrte sich

Quelle: zeltmacher-nachrichten.eu

Rudolf Bultmann (1884-1976)

Rudolf Bultmann (1884-1976)

Rudolf Bultmann (1884-1976) war in den Jahren 1912-1951 Theologieprofessor und „Kronzeuge der historisch-kritischen Theologie“, so nennt ihn Eta Linnemann. Bekannt wurde er durch bibelkritische Worte wie die unten zitierten. Er bezweifelte die Zeichen Gottes und verneinte das Sühnopfer Jesu. Er ist Mitbegründer der theologischen Ansicht, der christliche Glaube müsse von historischen Fakten getrennt werden.

Weniger bekannt ist, dass er sich kurz vor seinem Tod bekehrte und seine Studenten um Vergebung bat. Zeuge ist Ernst Käsemann, wie Eta Linnemann unten berichtet. Linnemann bekehrte sich ebenso von ihrer historisch-kritischen Lehre und widerrief ihre Lehrbücher. Ungeachtet dieser Zeugnisse hat die historisch-kritische Theologie auch heute noch großen Einfluss auf die Christenheit.

Lesen Sie im folgenden die Zitate von Bultmann und die Aussage Eta Linnemanns über seine Bekehrung. Ähnlich wie Paulus der Feind Christi durch seine radikale Umkehr ein glaubwürdiger Apostel wurde, haben auch Bultmann und Linnemann zwei große Zeugnisse hinterlassen, die Beachtung finden sollten.

„Wie kann meine Schuld durch den Tod eines Schuldlosen (wenn man von einem solchen überhaupt reden darf) gesühnt werden? Welche primitiven Begriffe von Schuld und Gerechtigkeit liegen solcher Vorstellung zugrunde? Welch primitiver Gottesbegriff? Soll die Anschauung vom sündentilgenden Tode Christi aus der Opfervorstellung verstanden werden: welch primitive Mythologie, dass ein Mensch gewordenes Gotteswesen durch sein Blut die Sünden der Menschen sühnt!“ [Rudolf Bultmann in Neues Testament und Mythologie. Das Problem der Entmythologisierung der neutestamentlichen Verkündigung, München: Kaiser 3. Aufl. 1988, Seite 19]

„Man kann nicht elektrisches Licht und Radioapparat benutzen, in Krankheitsfällen moderne medizinische und klinische Mittel in Anspruch nehmen und gleichzeitig an die Geister- und Wunderwelt des Neuen Testaments glauben. Und wer meint, es für seine Person tun zu können, muß sich klar machen, daß er, wenn er das für die Haltung des christlichen Glaubens erklärt, damit die christliche Verkündigung in der Gegenwart unverständlich und unmöglich macht.“ [Rudolf Bultmann in Neues Testament und Mythologie, 1941, S. 18 (Wikipedia)]

„Anlässlich der Erwähnung von Rudolf Bultmann möchte ich nicht versäumen zu erwähnen, dass er sich vor seinem Tode bekehrt und seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten hat. Kronzeuge dafür ist Ernst Käsemann, der das vor seinem eigenen Tode erwähnt hat, seinem Lehrer darin aber leider nicht folgen wollte. Die Nachricht ist verbürgt, ich habe mit dem Ohrenzeugen, der seine Identität nicht preisgeben will, selber gesprochen.“ [Eta Linnemann in „Was ist glaubwürdig – die Bibel oder die Bibelkritik?“, VTR: Nürnberg 2007, Fußnote S. 13]

„Aber jetzt kann ich ihnen etwas ganz schönes sagen. Rudolf Bultmann hat sich vor seinem Tode bekehrt und er hat sogar seine Schüler und Studenten um Vergebung gebeten. Ich habe das jetzt erst im vergangenen Jahr [2003] erfahren und der Kronzeuge ist Ernst Käsemann. Er hat das erwähnt, bevor er gestorben ist. Und er hat das bestimmt nicht erfunden, denn er hatte sogleich gesagt, er würde sich nicht bekehren, weil er über die Ermordung seiner Tochter nicht hinwegkäme. Aber so groß ist Gott. Er konnte es machen, so dass der Hauptkronzeuge der historisch-kritischen Theologie seine Knie vor Jesus gebeugt hat, seinem Heiland.“ [Eta Linnemann in „Bibelkritik – Wissenschaft oder Manipulation?“ Vortrag im Rahmen einer Bibelausstellung in der Freien Evangelischen Schule Berlin, Audiodatei: Stelle 21:15 bis 22:05 http://bibelausstellung.fesb.de/download.php?filename=Linnemann.mp3]

Quelle: fundamentalismusdebatte.de