22. Juni 2018

Anerkennung Palästinas: „Hoffnung weckender Schritt“

Quelle: idea.de

Der Vorsitzende des Jerusalemsvereins, der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit. Foto: PR/Sonnenscheinfoto

Der Vorsitzende des Jerusalemsvereins, der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit. Foto: PR/Sonnenscheinfoto

Greifswald (idea) – Positiv bewertet der evangelische Jerusalemsverein den Antrag der Palästinenser auf Anerkennung und Mitgliedschaft in den Vereinten Nationen. „Wer es ernst nimmt mit einer Zwei-Staaten-Lösung, muss sich jetzt dazu bekennen“, erklärte der Vorsitzende, der pommersche Bischof Hans-Jürgen Abromeit (Greifswald).

„Wir sehen in der gegenwärtig erstrebten Anerkennung eines palästinensischen Staates in den Grenzen von 1967 durch die Vereinten Nationen einen Hoffnung weckenden Schritt, und wir würden uns wünschen, dass er auch in Israel als glaubhaftes und eindeutiges Signal für den Willen zum Zusammenleben aller Palästinenser mit den Menschen in Israel in Sicherheit sowie gegenseitiger Respektierung staatlicher Verfasstheit und anerkannter Grenzen aufgenommen würde,“ heißt es einer Erklärung des Vereins. Allerdings sei man auch der Auffassung, dass die Besatzungsmacht Israel „nicht monokausal für alles Leid und alles Negative in Palästina verantwortlich gemacht werden kann“. Auch auf Seiten der Palästinenser und ihrer politischen Führer seien Versäumnisse, Fehler und Schuld zu beklagen. Der 1852 in Berlin gegründete Jerusalemsverein versteht sich als Partner der evangelischen Christen im Heiligen Land und unterstützt die Arbeit in Gemeinden und lutherischen Schulen durch Spenden und Kollekten, Vermächtnisse und Vermittlung von Patenschaften. Er ist heute Teil des Berliner Missionswerks.