17. August 2018

Arabische Christen brauchen Kontakte nach Europa

Quelle: idea.de

Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalen, der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein. Foto: idea/Steinacker

Der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalen, der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein. Foto: idea/Steinacker

Bochum (idea) – Die Unterstützung von verfolgten Glaubensgeschwistern im Nahen Osten ist eine zentrale Aufgabe der europäischen Christen. Deren Situation verschärfe sich weiter.

Das sagte der Landesvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Nordrhein-Westfalen, der Bundestagsabgeordnete Volkmar Klein (Burbach bei Haiger), am 17. September auf der 25. Landestagung in Bochum. Vor den 150 Delegierten sagte Klein zur Lage in den arabischen Ländern: „Es ist schön, wenn Diktatoren gehen, aber ob uns künftig freiheitsliebende Freunde gegenüber stehen, wage ich zu bezweifeln.“ Als besorgniserregend bezeichnete der EAK-Landesvorsitzende die Situation in Libyen. Es könne „nicht in unserem Sinne sein, dass die NATO in Libyen die Scharia herbeigebombt hat“, sagte er im Blick auf die dort geplante Einführung des islamischen Religionsgesetzes als wichtigste Quelle der Gesetzgebung. Klein forderte dazu auf, für die Christen in Ägypten und Syrien zu beten und sie praktisch zu unterstützen. Gegenüber idea erläuterte er dazu: „Wir müssen mit unseren Glaubensgeschwistern in diesen Ländern in Kontakt bleiben und zeigen, dass wir mit ihnen verbunden sind. Mitarbeiter von Unternehmen, die dort arbeiten, sollten sich zum Beispiel immer erkundigen, wo die nächste Kirche ist.“ Auf der EAK-Tagung wurde Klein mit 95 Prozent der Stimmen als Landesvorsitzender wiedergewählt.

Rachel: das C als Markenkern im Mittelpunkt

Der EAK-Bundesvorsitzende, der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesbildungsministerium Thomas Rachel (Düren), plädierte dafür, mit dem christlichen Menschenbild verbundene Werte überzeugend zu leben und „das C als Markenkern in den Mittelpunkt“ der Politik zu stellen. Hierin habe die Partei einen „klaren Kompass“. Einer Verklärung der „freiheitsverachtenden und antireligiösen Zustände“ in der DDR sei entgegenzutreten. Vom Deutschlandbesuch des Papstes erhofft sich der EAK-Bundesvorsitzende „starke Impulse für die Ökumene“. Im Blick auf den Aufruf des SPD-Bundestagsabgeordneten Rolf Schwanitz (Plauen im Vogtland), den Papst-Besuch zu boykottieren, warnte Rachel vor „christenfeindlichen Tendenzen“ in dieser Partei.