21. September 2018

Evangelische Jugend für Wahlrecht ab 14

Quelle: idea.de

Niedrigeres Wahlalter - mehr politische Bildung. Foto: Pixelio/Holger Lang

Niedrigeres Wahlalter - mehr politische Bildung. Foto: Pixelio/Holger Lang

Hannover/München (idea) – Ab dem 14. Lebensjahr sollten Jugendliche an allen politischen Wahlen teilnehmen dürfen. Diese Forderung unterstützt die Arbeitsgemeinschaft der Evangelischen Jugend in Deutschland (aej).
 

Nachdem der Bund der Katholischen Jugend in Bayern einen entsprechenden Vorstoß unternommen hatte, sagte aej-Generalsekretär Mike Corsa (Hannover) am 18. August gegenüber idea: „Es spricht aus unserer Sicht nichts gegen eine Absenkung des Wahlalters.“ Dies müsse mit einer verstärkten politischen Bildung von Kindern und Jugendlichen einhergehen. Schulen, christliche Jugendverbände, Kirchen und andere Institutionen sollten mehr in die politische Wissensvermittlung investieren. Ein niedrigeres Wahlalter könne dazu führen, dass die Interessen der Jugend von der Politik mehr in den Blick genommen werden. Corsa verwies auf einen aej-Beschluss aus dem Jahr 2006, der noch weiter gehende Forderungen enthält: „Eine breite gesellschaftliche Diskussion über die Möglichkeiten eines Kindeswahlrechts ist … erforderlich.“ Bei Landtags-, Bundestags- und Europawahlen gilt derzeit eine Altersgrenze von 18 Jahren. In Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein, Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und Sachsen-Anhalt können Jugendliche ab 16 Jahren auch an Kommunalwahlen teilnehmen. Zur aej gehören 35 evangelische Jugendverbände und -werke aus Landes- und Freikirchen. Sie repräsentieren nach eigenen Angaben rund 1,2 Millionen junge Menschen.