19. September 2018

300.000 Embryonenmodelle für Saarländer

Quelle: idea.de

Initiative für den Schutz ungeborener Kinder. Foto: PR

Initiative für den Schutz ungeborener Kinder. Foto: PR

Saarbrücken (idea) – Erstmals führt die christliche Lebensschutz-Initiative „Durchblick“ (Bruchsal bei Heidelberg) in einem ganzen Bundesland ihre „Embryonenoffensive“ durch. Ab 17. August sollen im Saarland rund 300.000 Plastikembryonen verschickt werden.
 

Die originalgetreuen Modelle stellen ein ungeborenes Kind in der zehnten Schwangerschaftswoche dar. Mit der Aktion will die Initiative darauf aufmerksam machen, dass ein ungeborenes Kind bereits ein vollwertiger Mensch ist. „Wir wollen niemanden anklagen, schon gar nicht die Frauen, die sich in einer Konfliktsituation für eine Abtreibung entschieden haben“, sagte der Vorsitzende des Vereins, Thomas Schührer (Bruchsal). Eine sachliche Diskussion könne man jedoch nur führen, wenn man die Fakten kenne. Deshalb mache die Initiative auf die Tatsache aufmerksam, dass bei jeder Abtreibung ein Mensch getötet wird. Viele Frauen erlebten die vorgeburtliche Kindstötung als ein Trauma, unter dem sie – nicht selten für den Rest ihres Lebens – körperlich oder seelisch zu leiden hätten. Vor der Verteilaktion wird am 13. August eine Kundgebung in der Innenstadt von Saarbrücken stattfinden, bei der Frauen über ihre Erfahrungen nach einer Abtreibung berichten. Dabei werden auch 1.278 Paar Kinderschuhe aufgestellt. Sie sollen an die entsprechende Zahl der vorgeburtlichen Kindstötungen 2009 im Saarland erinnern. Der Verein „Durchblick“ wurde 1997 gegründet. Seitdem hat er nach eigenen Angaben in Deutschland rund 550.000 Embryonenmodelle verteilt. Die Kosten für die Aktion im Saarland – rund 63.000 Euro – werden durch Spenden gedeckt. In dem kleinsten Flächenland der Bundesrepublik leben rund eine Million Menschen in 482.000 Haushalten.