22. Juli 2018

ZDF: Religion behält festen Platz im Fernsehen

Quelle: idea.de

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: Das ganze Leben in seiner Fülle abbilden. Foto: ZDF/Laurence Chaperon

ZDF-Chefredakteur Peter Frey: Das ganze Leben in seiner Fülle abbilden. Foto: ZDF/Laurence Chaperon

Mainz (idea) – Religion wird weiterhin einen festen Platz im Fernsehprogramm haben. Das versichert ZDF-Chefredakteur Peter Frey (Mainz). Sowohl die Sender brauchten religiöse Programme, wenn sie ihrem Anspruch gerecht werden wollten, das ganze Leben in seiner Fülle abzubilden, wie auch die Zuschauer das Angebot brauchten, um Impulse zu bekommen, so Frey.
 

Die Frage nach dem Sinn des Daseins gehöre zum Menschsein ebenso wie die Sehnsucht nach dem, was die eigenen Grenzen übersteige, führt der Chefredakteur in einem Referat aus, mit dem er am 2. Juni im ZDF-Hauptstadtstudio in Berlin das 17. Europäische Festival für religiöse Programme eröffnen wird. Es wird von den christlichen Weltvereinigungen für Kommunikation SIGNIS (katholisch) und WACC (ökumenisch) alle drei Jahre veranstaltet, in diesem Jahr in Kooperation mit dem ZDF. Wie die Fernsehanstalt am 1. Juni weiter mitteilt, sind für das Festival 70 Programme von 36 Sendern aus Europa, Kanada und dem Nahen Osten eingereicht worden. Daraus wurden zwölf Stunden Programm ausgewählt, das während des Festivals bis zum 5. Juni gezeigt wird. Die Jury und das Publikum werden daraus die besten Sendungen prämieren. Das ZDF ist mit der Produktion „Abraham – Patriarch der Menschlichkeit“ vertreten.

Wenig Raum für Kultur und Religion

Fernsehprogramme über Kultur, Wissenschaft und Religion nehmen im deutschen Fernsehen einen relativ geringen Raum ein. Einer Programmanalyse aus dem Jahr 2007 zufolge entfielen beim ZDF knapp neun Prozent auf diese Programmkategorie. Bei der ARD waren es 7,6 Prozent. Allerdings lagen die öffentlich-rechtlichen Sender damit immer noch weit vor den privaten: SAT.1 kam auf 1,3 Prozent, RTL auf 0,6 Prozent.