23. Juli 2018

Wulff oder Gauck. Wer richtet weniger Schaden an?

Christian Wulff und Joachim Gauck - Kandidaten für das Bundespräsidentenamt - Foto: PR

Christian Wulff und Joachim Gauck - Kandidaten für das Bundespräsidentenamt - Foto: PR

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K O M M E N T A R
 

von Thomas Schneider

(TS) Bei der Wahl des neuen Bundespräsidenten kann es nur noch um die Frage gehen: Wer richtet weniger Schaden an?
 
Beide Kandidaten, Christian Wulff wie auch Joachim Gauck, sind geschieden. Geschiedene Männer taugen grundsätzlich nicht für ein Bundespräsidentenamt. Ob nun die Ehe ein Sakrament ist (Wulff: katholisch) oder nicht (Gauck: evangelisch). Ehescheidung ist kein Aushängeschild für den höchsten Repräsentanten der Bundesrepublik Deutschland. Wie wollen Wulff und Gauck dem deutschen Volk erklären was Treue ist?

Zu Christian Wulff: Sein Bekanntheitsgrad stieg, als er 2006 der BILD-Zeitung in einem Atemzug die Trennung von seiner Frau und den Namen seiner geschwängerten Freundin offenbarte. Er ist der „Wulff im Schafspelz“, wird die politische Liberalisierung vorantreiben und die Türkei im europäischen Boot ans Ruder lassen. Bestes Beispiel ist die Benennung der muslimischen Aygül Özkan zur Ministerin für Soziales, Frauen, Familie, Gesundheit und Integration. Unverblümt hat sich Wulff für den Islamunterricht an deutschen Schulen ausgesprochen und steht damit – sozusagen ökumenisch – der Kirchenpolitik von Margot Käßmann nahe.

Zu Joachim Gauck: Nicht so wülffisch spektakulär, aber ebenfalls geschieden. Was diesen Mann prägt ist seine Geschichte. Er nahm in Kauf, sich als Chef der Stasi-Unterlagen-Behörde mit denen anzulegen, die in der DDR Menschen verraten, bespitzelt, verschleppt und in den Stasi-Knast gebracht haben. Obwohl er sich selbst als Linksliberalerkonservativer bezeichnet, sieht er die „Freiheit“ als wichtigstes Gut, das zu bewahren gilt. Gauck beweist Standfestigkeit in rauhen Zeiten. Ihm ist noch am ehesten zuzutrauen, dass er die Schlagseite unserer freiheitlichen Demokratie klar und deutlich zur Sprache bringt.

Deutschland braucht einen präsidialen Kopf, der – wie Horst Köhler – querdenkt, den Politikern, Konzernen und Banken beim Machtpoker aufs Maul schaut, sich für das Wohl des deutschen Volkes uneigennützig engagiert und den Segen für unser Land von Gott erbittet. Die Kandidaten stehen fest. Wer wird die Mehrzahl der Stimmen auf sich vereinigen können? Hoffentlich der Kandidat, der weniger Schaden anrichten wird.