18. Juni 2018

Seelsorge am Krankenbett: „Profis“ unverzichtbar

Quelle: idea.de

Der hessen-nassauische Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt: Ehrenamtliche können Klinikpfarrer nicht ersetzen. Foto: EKHN

Der hessen-nassauische Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt: Ehrenamtliche können Klinikpfarrer nicht ersetzen. Foto: EKHN

Gießen (idea) – Der hauptamtliche Dienst der Klinikseelsorger kann nicht durch einen ehrenamtlichen Besuchsdienst ersetzt werden. Davon ist der neue hessen-nassauische Propst für Oberhessen, Matthias Schmidt (Gießen), überzeugt.
 

Wie er bei einem Besuch der Evangelischen Klinikseelsorge in Gießen sagte, sind „Gespräche am Krankenbett eine Grundaufgabe der Kirche, aus der sie sich nicht zurückzieht“. Die Seelsorge in der Klinik sei eine „große Chance, um Menschen in persönlichen Krisen beizustehen und dabei auch denen zu begegnen, die den Kontakt zur Kirche verloren haben“. In den Gießener Kliniken sind vier Seelsorgerinnen und Seelsorger sowie drei Gemeindepädagoginnen mit Teilzeitstellen tätig. Schmidt zufolge entlastet die Klinikseelsorge die Kirchengemeinden. Viele Menschen würden heute in Krankenhäusern fern ihres Wohnorts aufgenommen. Von rund 44.000 Patienten, die jährlich allein im Uniklinikum Gießen stationär behandelt werden, stammt lediglich ein Viertel aus der Stadt oder dem Landkreis Gießen. Klinikseelsorger sind in ständiger Rufbereitschaft über die einzelnen Krankenhäuser erreichbar. Alle Häuser unterstützen die Klinikseelsorge unter anderem dadurch, dass sie Räume für deren Arbeit zur Verfügung stellen.