18. Juni 2018

Jepsen: Bibel taugt nicht zur Ausgrenzung Schwuler

Quelle: idea.de

Die Bischöfin des nordelbischen Sprengels Hamburg-Lübeck, Maria Jepsen: Verurteilungen richten sich gegen Missbrauch.

Die Bischöfin des nordelbischen Sprengels Hamburg-Lübeck, Maria Jepsen: Verurteilungen richten sich gegen Missbrauch.

Hamburg (idea) – Die Ausgrenzung von Homosexuellen ist biblisch nicht zu rechtfertigen. Dieser Ansicht ist die Bischöfin des nordelbischen Sprengels Hamburg-Lübeck, Maria Jepsen.
 

In einem Gottesdienst in der Hamburger St. Georgskirche am 30. Mai warnte sie davor, jene Aussagen im Alten und Neuen Testament, die Homosexualität verurteilen, aus dem Zusammenhang zu reißen. Ziel dieser Bibelworte sei die Verhinderung von Missbrauch. Das gelte auch heute: Liebe dürfe nicht missbraucht oder mit Gewalt verbunden werden. Auch die Kirchen sollten verstärkt gegen Missbrauch vorgehen. Aktuell ermittelt die Nordelbische Kirche gegen einen Pastor im Ruhestand, der von Ende der siebziger bis in die achtziger Jahre in Ahrensburg mehrere Jugendliche sexuell missbraucht haben soll. Ferner ermittelt die Polizei seit Februar gegen einen langjährigen Kantor der Kirchengemeinde von Geesthacht bei Hamburg. Er soll ein Mädchen im Einzelunterricht unsittlich berührt haben. Er ist vom Dienst suspendiert. Ein ebenfalls suspendierter Pfarrer aus Hamburg soll Kinderpornographie besessen und Minderjährige sexuell missbraucht haben.