19. Juli 2018

Aktion gegen Liberalisierung der Abtreibung gestartet

Quelle: Kultur und Medien online

Luxemburger Parlament will Abtreibung liberalisieren

Luxemburger Parlament will Abtreibung liberalisieren

Proteste gegen Pläne des luxemburgischen Parlaments
 

Offenbar steht im Großherzogtum Luxemburg eine umfassende Liberalisierung der Abtreibung bevor. Wegen der parlamentarischen Mehrheit von Liberalen und Sozialisten ist davon auszugehen, dass das Parlament des Großherzogtums noch vor der Sommerpause mit der Einführung der sozialen Indikation und der Straffreiheit der Abtreibung bis zur 12. Woche der Schwangerschaft, einer Fristenlösung zustimmen wird. Dies teilt die in Brüssel ansässige „Federation Pro Europa Christiana“ mit. Die Organisation hat eine Protestseite im Internet eingerichtet, wo eine Petition an 60 Abgeordnete, den Ministerpräsidenten und zwei Minister mit der Forderung nach Ablehnung dieses Gesetzentwurfes abgesendet werden.

Die Protestseite ist unter der Domain www.sosvita.org zu erreichen. Auf der Seite wird gleichzeitig gefordert, langfristig das totale Verbot von Abtreibungen anzustreben. „Es ist eine Schande, dass in aller Stille, klammheimlich kurz vor der Sommerpause und ohne öffentliche Diskussion, dieses Gesetz verabschiedet werden soll“, so Herzog Paul von Oldenburg, Direktor des Brüsseler Büros von Pro Europa Christiana. „Doch scheinbar fürchtet man dort einen Aufruhr wie im Jahr 2008, als der Großherzog dem Euthanasiegesetz die Unterschrift verweigerte.“ Damals kam es zur Verfassungskrise, die damit beendet wurde, indem man dem Großherzog die verfassungsrechtliche Vollmacht, Gesetze zu sanktionieren, entzog. Heute „verkündet“ er sie nur noch.

Unklar ist die Haltung der katholischen Kirche in dem kleinen Land mit dem höchsten Pro- Kopf- Einkommen weltweit. Bisher schweigt der Oberhirte Bischof Franck. „Wahrscheinlich solange, bis es zu spät ist, so wie schon im Falle der Euthanasie“, so der Herzog, und weiter, “ doch der Fall ist eindeutig: Wenn das Gesetz durchgeht, verschärft sich die Situation für ungeborene Babies in Luxemburg. Der Mutterleib ist für Kinder der gefährlichste Ort schlechthin.“

Der Link zur Aktion: LINK