16. Juli 2018

WELT ONLINE: „Das Internet treibt viele Männer in die Pornosucht“

Internet-Sexsüchtige sind einsam und leiden. Foto: Pixelio/Schemmi

Internet-Sexsüchtige sind einsam und leiden. Foto: Pixelio/Schemmi

(TS) Für die Befriedigung der Sehnsucht des Menschen nach vermeintlichem Lebenssinn und Lebensglück bietet insbesondere das Internet grenzenlose Möglichkeiten. Über Millionen Bilder, Filme sowie Foren und Chatrooms finden insbesondere sexsüchtige Menschen das, was sie suchen. In Deutschland soll es inzwischen mehr als eine halbe Million Sex-Süchtige geben, berichtet WELT ONLINE. Sie befriedigen ihre Sucht in den meisten Fällen kostenlos und anonym.
 

Experten meinen, dass viele Männer kaum noch den Computer nutzen, ohne Pornoseiten zu besuchen. Fehlender Lebenssinn und mangelnde sexuelle Befriedigung seien oft die Ursachen. Die wachsende Sucht nach Sex und Befriedigung hat für Betroffene oft schlimme Folgen. So verstärke sich dadurch nicht nur die Einsamkeit, sondern auch das Leid in der Anonymität. Depressionen und Angstgefühle sind die Folge. Das Verlangen gehe über anfängliche Softporno bis hin zu Gewalt- und Vergewaltigungsszenen.

Was Medien vor Augen führen
Medien, die potente Körper als Markenzeichen von Schönheit und Sinnhaftigkeit vor Augen führen, produzieren Unzufriedenheit und den Drang nach Gleichwertigem. So verlieren Sex-Süchtige die Achtung vor ihrem eigenen Körper und dem des Ehepartners. Das Leben dreht sich nur noch egozentrisch um die eigene sexuelle Befriedigung.

Es gibt Hilfe!
Betroffene können von der Sucht befreit werden, wenn sie sich auf Seelsorge mit anschließender Therapie einlassen. Hier hilft beispielsweise die Bundeszentrale des Weißen Kreuzes e.V.. Experten begleiten das Leben sexsüchtiger Menschen und helfen, wann und wo auch immer Hilfe ersucht wird. So auch in Fragen rund um die Sexualität. Von Internetsexsucht, über sexuelle Gewalt bis hin zu Problemen und Fragestellungen bei der sexuellen Identität. So berät das „Weiße Kreuz“ Jung und Alt, auch rund um Ehe und Familie.