16. Juli 2018

Verfassungsschutzbericht 2009: Linksextreme Gewalttaten steigen

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Foto: PR

Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU). Foto: PR

(TS) Wie das Bundesministerium des Innern heute in seinem aktuellen Verfassungsschutzbericht bekannt gibt, ist die Zahl linksextremistischer Straf- und Gewalttaten auf Rekordniveau gestiegen.
 

Insgesamt stiegen 2009 die politisch motivierten Straftaten auf 33.900. Das sind 6,7 Prozent mehr als im Vorjahr und damit so viele wie noch nie seit der Einführung der statistischen Erfassung.

Weniger Kriminalität von Rechts
Die Zahl linksextremistisch motivierter Straftaten stieg um 39,4 Prozent auf knapp 9.400. Gewalttaten aus linken Kreisen nahmen um 53,4 Prozent (1.800) zu. Von Linksmotivierten wurden mehr Körperverletzungen begangen als von Rechtsextremisten. Die Kriminalität aus der rechten Szene ging um 4,7 Prozent auf 19.500 Taten zurück.

Kritik an linken Straftaten gegen Polizisten
Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) zeigte sich besorgt über die zunehmenden Straftaten vor allem gegenüber Polizisten durch die linke Szene. Insbesondere kritisierte er die Brandstiftung an 42 zerstörten Bundeswehrfahrzeugen mit einem Gesamtschaden von drei Millionen Euro.

Gewalt grundsätzlich nicht akzeptieren
De Maizière kritisierte, dass die von der gewaltbereiten linken Szene ausgehende Gewalt von Teilen der Bevölkerung und den Medien unterschätzt werde. „Daher appelliere ich“, so der Bundesinnenminister, „an alle Bürger, Gewalt grundsätzlich nicht zu akzeptieren“. Nur so könne dieses Problem langfristig gelöst werden.