15. Oktober 2018

Schavan kritisiert Aktion Linkstrend stoppen

Quelle: linkstrend-stoppen.de

Screenshot www.annette-schavan.de

Screenshot www.annette-schavan.de

(TS) Der stellvertretenden CDU-Parteivorsitzenden und -Bundeministerin Annette Schavan laufen sowohl der „Arbeitskreis Engagierter Katholiken“ als auch die „Aktion Linkstrend stoppen“ zuwider.
 

Gestern Abend sagte sie in einer Diskussionsrunde der Katholischen Akademie in Berlin, dass das „C“ im Parteinamen nicht für Beharrungsvemögen stehe. Jene, die eine bestimmte Auffassung für falsch hielten, sollten dies nicht gleich als Vernachlässigung des Christlichen bewerten. Es bestehe die Gefahr, so Schavan, dass mit dem Begriff „christlich“ inflationär umgegangen werde.

Veränderungen?
Die Partei solle sich lieber damit auseinandersetzen, wie sie mit den Veränderungen umgehen wolle, statt die Parteivorsitzende Angela Merkel (CDU) als Retterin zu rufen. Was Schavan mit „Veränderungen“ meinte, ist offen geblieben. Das „C“ bleibe aber Kompass der Christdemokraten, so die CDU-Vizevorsitzende.

Gegen den Linkstrend
Unter den Parteifuntionären der CDU war Mitte Februar große Aufregung entfacht, weil christlich-konservative Gruppen zum Stopp „gegen den Linkstrend“ aufgerufen hatten. Linksorientierte Entwicklung fördere, so die Initiatoren, den „Marsch in den Schuldenstaat“, „linke Gesellschaftspolitik wie Homoehe“, die „Weiterführung der gescheiterten Multi-Kulti-Integrationspolitik von Rot-Grün“ und eine weitere „Islamisierung“. Bereits im November vergangenen Jahres gründeten Katholiken den „Arbeitskreis Engagierter Katholiken in CDU und CSU“. Nach Angaben des Sprechers des Kreises, Martin Lohmann, hat der Kreis mehr als 600 Mitglieder.