21. Juni 2018

Olympische Spiele: Ein Christ holt erstes Gold für Deutschland

Quelle: idea.de

Felix Loch ließ sich vor zwei Jahren taufen – Er besuchte eine CJD-Schule. Foto: Bundespolizeisportschule

Felix Loch ließ sich vor zwei Jahren taufen – Er besuchte eine CJD-Schule. Foto: Bundespolizeisportschule

Whistler (idea) – Ein katholischer Christ hat am 14. Februar bei den Olympischen Winterspielen in Kanada das erste Gold für das deutsche Team geholt.
 

Der 20-jährige Rennrodler Felix Loch aus Berchtesgaden gewann in Whistler vor seinem Landsmann David Möller und dem Italiener Armin Zöggeler. Damit ist Loch der jüngste Olympiasieger im Rodeln. Vor zwei Jahren hatte er sich taufen lassen. Gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) sagte er vor den Spielen: „Meine Eltern haben mich nicht taufen lassen, weil sie mir diese Entscheidung selbst überlassen wollten.“ Zwar sei es während der Saison für ihn sehr schwer, den Glauben im Alltag zu praktizieren. Im Sommer habe er dann aber mehr Zeit, in die Kirche zu gehen. Der Rodler verneinte die Frage, ob er vor dem Wettkampf bete. Er konzentriere er sich ganz auf die bevorstehende Fahrt. Anders sei es nach dem Lauf: „Ein Gebet tut immer gut, um mal für fünf, zehn Minuten komplett abzuschalten.“ Wie weitere deutsche Athleten hat Loch die Christophorusschule des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschlands (CJD) besucht, eine Eliteschule des Sports in Berchtesgaden. Überschattet wurde der deutsche Rodel-Doppelsieg von einem schweren Unfall zwei Tage zuvor. Während des Abschlusstrainings kurz vor Beginn der Winterspiele war der georgische Rodler Nodar Kumaritaschwili tödlich verunglückt.