16. Oktober 2018

Links- und Rechtsextreme missbrauchen Gedenken

Rechts - Links

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Wie die Kirche einäugig aufmarschiert
 

Ein Kommentar von Thomas Schneider

Am 12.Februar haben sich im Dresdner „Haus an der Kreuzkirche“ etwa 100 Teilnehmer zur Gründung der Bundesarbeitsgemeinschaft „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ getroffen. Die Zusammenkunft sei, so Landesbischof Jochen Bohl „kein erfreulicher“ Anlass, weil die Nazis auch in Sachsen Präsenz zeigten. Bereits 2009 hatte sich die Evangelische Kirche in Sachsen gegen Rechts stark gemacht und die Aktion „Nächstenliebe verlangt Klarheit. Kirche für Demokratie – gegen Rechtsextremismus“ ausgerufen. Landesbischof Bohl begründete den Aufmarsch der Kirche gegen Rechtsextremismus mit einem gewissenlosen „unbußfertigen Umgang“ der neuen Nazis „mit der Vergangenheit“. Antisemitismus sei abzulehnen, weil die christliche Botschaft allen Menschen gelte, auch den Juden, an deren Seite Christen ihren Platz hätten. „Kirche für Demokratie gegen Rechtsextremismus“ will, so die Initiatoren der bundesweiten Arbeitsgemeinschaft, den innerkirchlichen Diskurs um rechtsextreme Erscheinungsformen und eine praktische Vernetzung in der Auseinandersetzung mit Rechtsextremen in Gang bringen.

Gibt es keinen Linksextremismus?
Betreiben Linksextreme nicht auch Geschichtsrevisionismus? Chaoten von Rechts wollen die Kriegschuldfrage umkehren und Chaoten von Links die weltweiten kommunistischen Verbrechen und den Unrechtsstaat DDR verklären. Wo ist da der Unterschied? Unter Naziherrschaft und unter Kommunistendiktaturen gab es Millionen Tote. Menschen wurden abgeschlachtet, weil Hirnverbrannte die reine Rasse oder die Gutmenschenideologie aufrichten wollten.

Wo steht die protestantische Kirche?
65 Jahre nach Kriegsende und 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung hat sich die Kirche offenbar entschieden. Sie kämpft stur und uneinsichtig gegen Rechtsextremismus und lässt den linken Truppen innerkirchlich und über Parteien und Gewerkschaften sozialistisch-kommunistisches Gedankengut indoktrinieren. Damit wird Kirche zum Steigbügelhalter der neuen Kommunisten, die sich längst in den Gesellschaftsstrukturen eingeschlichen und nach oben gearbeitet haben. Dass die von der Bundesregierung angekündigte Umwandlung der Bundesprogramme gegen Rechtsextremismus in ein Programm gegen Rechts- und Linksextremismus sowie Islamismus gerade kirchlicherseits kritisiert wurde zeigt einmal mehr, wo die protestantische Kirche steht. Deren Begründung zur Ablehnung: Solche Gleichsetzung würde das Ausmaß politisch rechts motivierter Gewalttaten in Deutschland verharmlosen.

Auf dem linken Auge blind
Und Links? Während dem Aufmarsch Rechtsextremer die gesamte Aufmerksamkeit geschenkt wird, stehen die neuen Kommunisten Seite an Seite mit Kirchenvertretern im Demonstrationszug oder bereiten gewalttätige Aktionen gegen Demokratie und Polizei vor. Links- und Rechtsextreme missbrauchen das Gedenken der Opfer. Die Kirche sollte ihre Blindheit auf dem linken Auge operieren lassen. Auch der Linksextremismus ist eine wachsende Gefahr, die im gesellschaftlichen Leben immer deutlicher wird. Die Partei „Die Linke“ ist eine politische Vertretung des Linksextremismus. Sie ist eine linksradikale extremistische Partei und betreibt eine christenfeindliche Politik. Die Kirche sollte sich endlich in ihren Appellen eindeutig äußern und auch vor Linksextremismus warnen. Tut sie das nicht, leistet sie argumentative Vorarbeit für sozialistische Experimente und linke Gewalt. Die vielfach vertretene Meinung in Kirchenkreisen, viele Mitglieder der SED-Nachfolgepartei seien keine überzeugten Kommunisten gewesen und es gäbe „doch auch Christen bei den Linken“ lässt die Antwort auf die Frage offen, weshalb sie dann dieser Partei angehören. Honeckers Erben mit direktem oder indirektem Einfluss auf die demokratische Grundordnung sind viel gefährlicher als ein paar tausend braune kahlköpfige Stiefelklopfer.

Lesen Sie auch die Nachrichtenmeldung von idea „Kirche gründet Bündnis gegen Rechtsextremismus“