21. Juni 2018

Gustav-Adolf-Werk: Sonderfonds für verfolgte Christen

Quelle: idea.de

Betroffenen schnell und unbürokratisch helfen.

Betroffenen schnell und unbürokratisch helfen.

Leipzig (idea) – Angesichts der zunehmenden Christenverfolgung hat das Gustav-Adolf-Werk (Leipzig) erstmals einen Sonderfonds für Betroffene eingerichtet. Aus ihm sollen „bedrängte und verfolgte evangelische Gemeinden schnell und unbürokratisch unterstützt werden“, teilte das Werk am 23. Februar mit.
 

Der Fonds sei mit 15.000 Euro ausgestattet. Die Organisation beobachtet nach eigenen Angaben eine zunehmende Unterdrückung von Christen in mehrheitlich islamischen Ländern. Die Partnerkirchen des Gustav-Adolf-Werkes in den früheren Republiken in Zentralasien litten beispielsweise unter einer restriktiven Religionsgesetzgebung. Sie verhindere die gesetzlich vorgeschriebene Registrierung kleiner evangelischer Gemeinden, dränge sie damit in den Untergrund und mache sie angreifbar. Doch auch in mehrheitlich orthodoxem und atheistischem Umfeld gebe es subtile Formen der Benachteiligung evangelischer Christen. Der Generalsekretär des Werkes, Enno Haaks, bezeichnete die Verfolgung von Christen als „eine Realität, die im Bewusstsein der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen wird“. Verfolgte Christen seien darauf angewiesen, „dass wir sie nicht vergessen, dass wir für sie eintreten und helfen, wo wir helfen können“. Haaks begrüßt, dass die EKD in diesem Jahr erstmals am Sonntag Reminiscere (Gedenket) zur Fürbitte für bedrängte und verfolgte Christen aufruft. Dieser Sonntag fällt 2010 auf den 28. Februar. Das 1832 in Leipzig gegründete Gustav-Adolf-Werk ist das älteste Hilfswerk in Deutschland. Es unterstützt protestantische Minderheiten in aller Welt.