18. August 2018

13. August 1961, Unrechtsstaat DDR und DIE LINKE

Kommentar von Thomas Schneider

ddr_flagge_02Vom 13. August 1961 bis zum 9. November 1989 trennte die Berliner Mauer West-Berlin von Ost-Berlin und von dem Gebiet der DDR. Die Mauer war eines der markantesten Symbole für die Teilung Deutschlands. Bei den Versuchen, die 167,8 Kilometer langen und schwer bewachten Grenzanlagen in Richtung West-Berlin zu überwinden, wurden viele Menschen getötet. Die genaue Zahl der Maueropfer ist umstritten und nicht gesichert, sie liegt nach derzeitigem Forschungsstand zwischen 125 und 206 Todesopfern. 1347 Menschen sollen den Verbrechen von SED und Stasi an der innerdeutschen Grenze zum Opfer gefallen sein.

Für Demokraten ist die DDR ein Unrechtsstaat. Dieses Video stellt den Tatbestand noch einmal deutlich vor Augen:
Berlin Wall Shoots / Schiessbefehl an der Mauer (english subtitles)

Deshalb gedenken alle Kämpfer für die Wiedervereinigung Deutschlands der vielen Menschen, die von SED und Stasi verfolgt, ins Zuchthaus verschleppt, drangsaliert oder ermordet wurden.

Es ist beschämend, dass die Nachfolgepartei der SED „DIE LINKE“ in Sachsen schriftlich bezeugt:

„Die DDR war ein legitimer Sozialismusversuch und kein Betriebsunfall der Geschichte. Sie ist kein historischer Zufall, sondern reiht sich ein in den jahrhundertealten Menschheitstraum vom Sozialismus, besonders geprägt durch die Kämpfe der Arbeiterbewegung… Weil dieser Sozialismusversuch trotz seiner Unzulänglichkeiten legitim war, lehnen wir alle Versuche ab, die DDR zum „Unrechtsstaat“ zu degradieren.“

Nach der letzten Umfrage von Infratest dimap vom 12.08.2009 bekäme „DIE LINKE“, wenn am nächsten Sonntag Landtagswahl wäre, 19% der Stimmen. Diese Umfrage zeigt, dass 19% der Bürgerinnen und Bürger in Sachsen mit Blindheit geschlagen sind und die Position der LINKEN, dass die DDR kein Unrechtsstaat gewesen sei, unterstützen. Ich schäme mich für alle, die am 30.August einer Partei ihre Stimme geben, die mit ihrer SED-Nachfolge die politische Verantwortung für die vielen Toten an der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze trägt und den Sozialismus in Deutschland wieder einführen will.