17. Oktober 2017

Die Bibel hat für die EKD keine normative Bedeutung mehr

Quelle: idea.de

Ulrich Parzany, Foto: Thomas Schneider/agwelt

Hamburg (idea) – Die Bibel hat für die EKD keine normative Bedeutung mehr. Das zeigt sich an der Debatte um die Segnung und Trauung homosexueller Partner.

Diese Ansicht vertrat der Evangelist und Buchautor, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel), im Interview mit der ZEIT-Beilage „Christ und Welt“ (Hamburg).

Die Beziehung zwischen Mann und Frau sei angelegt darauf, Kinder zu zeugen. In einer homosexuellen Partnerschaft sei das nicht möglich. Parzany: „Sie Ehe zu nennen ist Willkür. Dass die Kirchen da mitmachen, verstehe ich nicht.“ Sie würden damit die Gemeinschaft mit der Mehrheit der Christen weltweit brechen. Es gebe einen Riss zwischen den Kirchen Asiens, Afrikas und Westeuropas.

Nach Parzanys Worten wird über die Wahrheit nicht mit Macht abgestimmt: „Warum sollte die von der Aufklärung bestimmte Theologie Westeuropas die richtige sein?“ Es sei der einzige Teil der Welt, in dem die Kirche nicht wachse. [Weiterlesen]