20. September 2017

Berlin: Christ wird Opfer von religiöser Gewalt

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

BERLIN. Ein 23 Jahre alter Christ ist im Berliner Stadtteil Neukölln offenbar wegen einer umgehängten Kreuzkette Opfer eines Angriffs geworden. Laut Polizeiangaben sollen ihn die beiden Täter gefragt haben, warum er Christ geworden sei. Daraufhin habe einer ihm die Kreuzkette vom Hals gerissen und diese zu Boden geworfen. Anschließend habe er dem 23jährigen mehrmals mit einer Faust ins Gesicht geschlagen.

Der zweite Mann soll den Attackierten dann festgehalten haben, während ihm der erste Angreifer zwei Schnittverletzungen am Oberkörper zufügte. Anschließend flüchteten die Angreifer und ließen den Mann verletzt zurück. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Ähnlicher Vorfall im Juli

Im Juli hatte sich in Berlin ein ähnlicher Vorfall ereignet. Damals hatten drei Jugendliche einen Mann in Berlin wegen eines Kreuzes am Hals beleidigt und geschlagen. Der 39jährige war nachts mit einer Straßenbahn im Stadtteil Pankow unterwegs, als ihn die drei Jugendlichen wegen seines offen um den Hals getragenen Holzkreuzes anpöbelten.

Einer der drei Angreifer schlug dem 39jährigen mit der Faust ins Gesicht. Anschließend beleidigte er ihn. Bei den mutmaßlichen Tätern handelte es sich um Einwanderer, „möglicherweise Nordafrikaner“, sagte ein Polizeisprecher damals auf Nachfrage der JUNGEN FREIHEIT. (tb)