20. Oktober 2017

Forscher entfernen erstmals defektes Gen aus Embryonen

Quelle: idea.de

Portland (idea) – Erstmals ist es Forschern in den USA jetzt gelungen, ein für eine Erbkrankheit verantwortliches defektes Gen aus menschlichen Embryonen zu entfernen.

Die Arbeit der Wissenschaftler der Oregon Health and Science University in Portland (Bundesstaat Oregon) wurde am 3. August in der Fachzeitschrift „Nature” veröffentlicht.

Die Wissenschaftler aus den USA, China und Südkorea nutzten die sogenannte Genschere namens CRISPR-Cas9. Die Abkürzung steht für ein neues Verfahren, um DNA-Bausteine im Erbgut zu verändern. Mit dieser Schere entfernten sie das defekte Gen und ersetzten es durch einen fehlerfreien DNA-Abschnitt.

Die für die Studie benutzten Embryonen wurden für reine Forschungszwecke genutzt und waren wenige Tage alt. In dem konkreten Fall ging es um eine erbliche Herzkrankheit. Bei 72 Prozent der Embryonen gelang es, den Fehler zu entfernen. Ziel sei es, auf 90 oder sogar 100 Prozent zu kommen, sagte Shoukhrat Mitalipov, einer der Autoren der Studie. Seine Kollegin Paula Amato erklärte, die Methode könne „potenziell dazu dienen, die Vererbung von genetischen Krankheiten auf die nächsten Generationen zu verhindern”. Jedoch seien [Weiterlesen]