19. Oktober 2017

Hamburg und Dresden oder hell und dunkel

Quelle: egmond-prill.de

Egmond Prill, Foto: LICHTFANG-Kassel

Die Elbe verbindet seit alters beide Städte. Am Unterlauf das weltoffene hanseatische Hamburg, Deutschlands Tor zur Welt. Am Oberlauf der Elbe liegt Dresden. Kurz hinter der böhmisch-sächsischen Grenze prangt dieses Juwel barocker Baukunst in neuem Glanz. Hamburg, das ist jedoch in diesen Tagen Kampfplatz der Linken gegen Ordnung und Demokratie. Und Dresden ist noch immer jeden Montag der Ort friedlichen bürgerlichen Engagements in Gestalt der PEGIDA-Spaziergänge.

Besser als andere können diese beiden Städte derzeit das gespaltene Land und Volk zeigen. In Hamburg wüten seit Tagen “friedliche Demonstranten“ gegen das G-20-Treffen. Greenpeace, Oxfam, Attac und andere Organisationen sind die ideologischen Träger dieser Anarchie. Die Linkspartei und die Grünen, linke SPD-Genossen und CDU-Mitglieder wie Attac-Freund Heiner Geisler bilden den geistig-moralischen Sumpf dieser kriegsähnlichen Zustände in der Hafenstadt. In ungezählten Initiativen, Nicht-Regierungsorganisationen, Verbänden und Vereinen werden diese bunten „Friedensfreunde“ und tapferen „Antifaschisten“ vom Staat und von den Kirchen gefördert und finanziert. Denn schließlich stehen diese „Demokraten“ an der Front gegen „Rechts“. Und „Rechts“, das geht in diesem Lande gar nicht, das ist Staatsdoktrin.

„Rechts“ das ist Dresden, das ist das volkskirchlich geprägte Erzgebirge, das ist der Freistaat Sachsen in Gänze. Dort, so erklären unisono die Politiker, die Gewerkschaftsführer und Kirchenfürsten, befindet sich „Dunkeldeutschland“ (Joachim Gauck). Dort versammelt sich das „Pack“ und der „Mob“(Sigmar Gabriel) und der „Abschaum“ (Dunya Hayaly vom ZDF) gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung der Bundesrepublik, sagen und schreiben staatsgehorsam die meisten Medien. Doch die PEGIDA-Spaziergänge mit ihren Kundgebungen und gelegentlichem Liedersingen gefährden weder Passanten noch Urlauber in Dresden und den Staat sowieso nicht. Liegt vielen der Leute im PEGIDA-Umfeld doch gerade ein stabiler und starker demokratischer Staat am Herzen. Eben gerade so sehr, dass schlichte Bürgerinnen und Bürger ihre Sorgen und ihre Meinung auf die Straße tragen, friedlich und meist sogar freundlich. Dass die Mehrheit der Medien „linksdrehende Kulturen“ sind, ist an ihren Schlagzeilen und Kampagnen leicht zu erkennen. Übrigens: rechtsdrehende Milchsäure ist besser bekömmlich, weil sie in unserem Körper schon vorgebildet ist. Milchsäure rechtsdrehend hilft bei der Energiegewinnung im Stoffwechsel und schützt die Darmschleimhaut. Daher kann sie am besten vom Körper aufgenommen werden und tut uns gut.

Doch im Ernst: Die wenigsten PEGIDA-Spaziergänger sind politisch „rechts“ oder gar „braun“, gegen die sich die „bunte Republik“ wehren müsste. Gewiss: eine Handvoll schräger Vögel gibt’s überall, Dummschwätzer und Dummköpfe gibt’s auch in Dresden. Doch mit Gesang und Deutschlandfahnen, gelegentlich mit Israel-Flaggen, waren und sind Dresdener und Sachsen auf dem Platz vor der Semperoper. Radau und Randale, Hass und Hetze verbreiten auch in Dresden nur jene „Demokraten“, die inzwischen die halbe Innenstadt von Hamburg in Schutt und Asche gelegt haben. Ein Supermarkt wurde geplündert, hunderte Autos wurden angezündet. An vielen Ecken brannten Barrikaden für den „Weltfrieden“ und gegen den Hunger auf Erden. Dass diese Feuer die Luft verpesten und Feinstaub freisetzen und so dem Weltklima schaden, muss man eben hinnehmen. Schließlich geht es um die Rettung der Menschheit vor dem Kapitalismus. Geht es gegen Diesel-Autos. Atomkraft und Kohlekraftwerke. Da müssen die „Linksdemokraten“ schon mal ordentlich Feuer machen dürfen. Mit dem Motto „Welcome to Hell“ (Willkommen in der Hölle) waren diese Öko-Aktivisten und Friedenskämpfer in Hamburg einmarschiert. Zu fragen ist: Hat nicht der Links-Staat diese Saat gezüchtet und gegen „Rechts“ aufwachsen lassen? Und nun? Gegen das angebliche Dunkeldeutschland leuchtet in Hamburg das HELL-Deutschland. Ja, das ist im doppelten Sinne zu lesen! „Welcome to Hell“.

Die BILD-Zeitung klagt am 8. Juli: „Keiner stoppt den linken Hass!“ Warum auch? Links wird toleriert und hofiert, links ist irgendwie immer gut und richtig, denn links ist „bunt“ gegen „braun“, gegen AFD und gegen PEGIDA. Ein Kommentarschreiber im Internet fragt entsetzt: „Wie weit sind wir inzwischen in Deutschland gekommen? Mir fehlen fast die Worte angesichts dieser unglaublichen Brutalität und sinnlosen Gewalttätigkeit seitens der Linken – die politisch letztendlich rein gar nichts bewirkt. Mit dem Recht auf politische Meinungsfreiheit und Demonstration hat das absolut nichts mehr zu tun. Während nahezu die gesamte Presse gerne und häufig die AfD als Gefahr für die Demokratie darstellt und die Partei schlechtschreibt, wo immer dies nur geht, wird die tatsächliche Gefahr durch den zunehmend gewalttätigen linksextremen Block weiter verniedlichend dargestellt. Mehr noch: Es sind wieder einmal die Grünen, die zuerst die Schuld bei der Polizei suchen – also bei denen, die die teilnehmenden Politiker, die Anwohner und die Stadt schützen sollen und dafür eine Gefährdung ihrer Gesundheit, ja sogar ihres Lebens in Kauf nehmen.“

Nicht selten waren dagegen in Dresden die Polizisten beeindruckt vom friedlichen Verlauf der PEGIDA-Auftritte, gestört immer nur von linken Gegendemonstranten. Eine Zeit lang marschierten vor zwei Jahren einige Hundert Mutige auch hier in Kassel. Freundliche Polizisten sicherten den kurzen Weg durch die Innenstadt, während Jusos, Antifa und Kirchenleute lärmten und blockieren wollten. Eine junge Polizistin ging den ganzen Weg an meiner Seite, lauschte und staunte als ich ihr von der friedlichen Revolution damals in der „DDR“ erzählte. Ich sprach von unserem Mut und von unserer Angst damals angesichts der übermächtigen Staatsgewalt und Stasi. Sie lächelte als ich sagte, heute ist die Polizei an unserer Seite und schützt friedliche Demonstranten vor Linksgewalt und Sozi.

In Hamburg waren es am Ende über 30.000 Polizeikräfte und Spezialeinheiten, die ihren Kopf hinhalten mussten. Daneben Feuerwehren im Dauereinsatz.

Inzwischen fragen einige Verantwortungsträger: War eigentlich Hamburg der richtige Ort für das G-20-Treffen? Waren diese chaotischen Zustände in der Hansestadt nicht vorhersehbar? Wer hat unbedingt Hamburg durchgesetzt, um vielleicht innenpolitisch im Bundestagswahlkampf zu punkten? Ist das alles womöglich die Schuld einer einzigen Frau, in Hamburg geboren, in der Uckermark aufgewachsen: Angela – geborene Kasner, geschiedene Merkel, verheiratete Sauer?

Übrigens: In der Neujahrsansprache 2014 hatte sie gewarnt: „Deshalb sage ich allen, die auf solche Demonstrationen gehen: Folgen Sie denen nicht, die dazu aufrufen! Zu oft sind Vorurteile, ist Kälte, ja, sogar Hass in deren Herzen!“ Das ging nicht gegen die „Aktivisten“ aktuell in Hamburg, sondern gegen die Spaziergänger in Dresden.

Juli 2017 ©Egmond Prill – Alle Rechte vorbehalten.
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