17. Oktober 2017

Flüchtlingsminister sagt kriminellen Nordafrikanern Kampf an

Quelle: jungefreiheit.de

Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) Foto: landtag.nrw.de

DÜSSELDORF. Der nordrhein-westfälische Flüchtlingsminister Joachim Stamp (FDP) hat ein härteres Vorgehen gegen kriminelle Einwanderer aus Nordafrika angekündigt. „Diejenigen, die gut integriert sind, müssen bleiben dürfen, und die anderen, die ausreisepflichtig und Integrationsverweigerer sind, konsequenter abgeschoben werden“, sagte Stamp der Welt.

In Nordrhein-Westfalen gebe es Probleme mit einer „spezifischen Gruppe marodierender Männer“ aus Nordafrika, „die sich hier nicht an die Regeln halten“. Der FDP-Politiker ist der bundesweit erste Minister, der ein eigenständiges Ressort „Flüchtlinge“ verantwortet und auch für Abschiebungen zuständig ist. Die Asylproblematik werde in den kommenden Jahren eines der „Megathemen sein“.

„Kann sein, daß wir überrannt werden“

Die EU müsse dringend Afrika ganz oben auf die Prioritätenliste setzen. „Wenn wir in Afrika nicht rasch neue Perspektiven schaffen, kann es sein, daß wir hier in den nächsten zehn Jahren regelrecht überrannt werden.“

In einer Obergrenze für Asylsuchende in dem Bundesland sieht Stamp jedoch keine Lösung. „Ich halte aber nichts davon, sie an einer konkreten Zahl festzumachen. Es gibt in der Bevölkerung nach wie vor große Aufnahmebereitschaft gerade gegenüber bedrohten Familien, aber keine Akzeptanz für allein reisende, marodierende Männer, die sich hier nicht an die Regeln halten.“ (ls)