27. Juli 2017

Deutschland vernachlässigt seine Mütter

Quelle: idea.de

Die Journalistin und Buchautorin Birgit Kelle. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Willich (idea) – Deutschland vernachlässigt seine Mütter. Diese Ansicht vertritt die Journalistin und Buchautorin Birgit Kelle (Willich bei Düsseldorf) in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea (Wetzlar).

Ihr zufolge gleichen familienpolitische Leistungen wie Eltern- und Kindergeld, Mütterrente sowie der Rechtsanspruch auf einen Kita-Platz nicht die Aufwendungen aus, die Eltern im Vergleich zu Kinderlosen haben. So sei das Kindergeld „kein staatliches Almosen, für das ich mich bedanken müsste, sondern steuerrechtlich eine Rückzahlung zu viel erhobener Steuern“. Der Staat nehme den Familien erst das Geld, um ihnen dann gönnerhaft etwas davon zurückzugeben.

Auch die Anerkennung von Erziehungszeiten bei der Rente („Mütterrente“) sei unzureichend: „Da bräuchte ich 18 Kinder, um später als Rentnerin über die Runden zu kommen.“ Das Rentensystem schicke Mütter in die Altersarmut, obwohl sie die nächste Generation der Renten- und Steuerzahler heranzögen. Kelle: „Meine vier Kinder zahlen später nicht die Rente für mich, sondern vor allem für [Weiterlesen]