19. Oktober 2017

EKD-Position zur „Ehe für alle“ ist eine Katastrophe

Quelle: idea.de

Hartmut Steeb. Foto: Thomas Schneider/agwelt.de

Berlin (idea) – Die Kritik aus theologisch konservativen Kreisen an der Position der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) in der Debatte um die sogenannte „Ehe für alle“ hält an.

Ihre Leitung – der Rat – hatte am 28. Juni eine Stellungnahme veröffentlicht, in der die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Partnerschaften begrüßt wird. Die Bedeutung der Ehe zwischen Mann und Frau werde dadurch „keineswegs geschmälert“.

Der Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb (Stuttgart), hält diese Aussagen „für eine Katastrophe, die sich freilich schon lange abgezeichnet hat“. Die EKD habe sich bereits 2013 in ihrer Orientierungshilfe „Zwischen Autonomie und Angewiesenheit. Familie als verlässliche Gemeinschaft stärken“ auf die Adjektive verbindlich, verantwortlich und verlässlich für die Beurteilung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften festgelegt. Damit seien die Begriffe Ehe und Familie entwertet worden, sagte Steeb der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Es ist der EKD zu wünschen, dass sie nicht länger den Ast absägt, auf dem sie sitzt, nämlich Gottes Wort in seiner Verbindlichkeit.“ [Weiterlesen]