25. September 2017

Fristlose Entlassung war nicht gerechtfertigt

Quelle: idea.de

Capio Elbe-Jeetzel-Klinik in Dannenberg, Foto: capio-elbe-jeetzel-klinik.de

Lüneburg (idea) – In den Abtreibungsstreit an einem Krankenhaus im niedersächsischen Dannenberg kommt Bewegung.

Am 19. Mai hat das Arbeitsgericht Lüneburg die fristlose Kündigung des dortigen Klinikdirektors Markus Fröhling für unwirksam erklärt.

Zum Hintergrund: Der Klinikdirektor hatte sich öffentlich hinter den ehemaligen Gynäkologie-Chefarzt Thomas Börner (Uelzen) gestellt, der in seiner Abteilung Abtreibungen (außer aus medizinischen Gründen) grundsätzlich ablehnte. Das Verbot stieß in Medien, Politik und bei Verbänden wie „Pro Familia“ auf Kritik. Auch die deutsche Zentrale des schwedischen Capio-Konzerns, zu dem die Dannenberger Klinik gehört, lehnte das Vorgehen ab und kündigte dem Klinikdirektor Ende Februar fristlos. Sie begründete ihr Vorgehen mit einem angeblich rufschädigendem Verhalten des Klinikdirektors. Durch seine kompetenzüberschreitenden Aussagen in der Öffentlichkeit sei dem Ansehen der Klinik ein erheblicher Schaden zugefügt worden. Fröhling hielt die fristlose Kündigung für ungerechtfertigt und klagte.

Der Capio-Konzern muss sie nun zurücknehmen und Fröhling zu den früheren Konditionen weiterbeschäftigen. Laut der Elbe-Jeetzel-Zeitung dürfte der Konzern das nicht wollen. Stattdessen werde er Fröhling [Weiterlesen]