22. Juli 2017

Verständnis für Netanjahus Absage an Gabriel

Quelle: idea.de

Der Geschäftsführer der Sächsischen Israelfreunde, Wilfried Gotter, Foto: Thomas Schneider/agwelt

Jerusalem (idea) – Israelfreundliche Organisationen haben mit Verständnis auf das Vorgehen der israelischen Regierung beim Besuch von Bundesaußenminister Sigmar Gabriel (SPD) reagiert.

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte am 25. April kurzfristig ein Treffen mit Gabriel abgesagt. Grund war eine Diskussionsrunde des Ministers mit regierungskritischen israelischen Organisationen, darunter den Gruppen „Breaking the Silence“ (Das Schweigen brechen) und Betselem. Die Nichtregierungsorganisationen verurteilen das israelische Vorgehen in den palästinensischen Gebieten.

Der Geschäftsführer der Sächsischen Israelfreunde, Wilfried Gotter (Schönborn/Dreiwerden), erklärte gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur idea, er könne die Absage Netanjahus nachvollziehen. Offenbar habe die Bundesregierung schlechte Berater in punkto Israel. Sonst hätten sie den Außenminister zuvor darüber aufgeklärt, dass die umstrittene Organisation „Breaking the Silence“ versuche, israelischen Soldaten Kriegsverbrechen anzudichten. Laut Gotter gibt es [Weiterlesen]