22. Juli 2017

Massive Kirchenkritik auf dem AfD-Parteitag

Quelle: idea.de

Der niedersächsische Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel Foto: AfD Niedersachsen

Köln (idea) – Scharfe Kirchenkritik ist auf dem Parteitag der AfD in Köln laut geworden.

Der niedersächsische Landesvorsitzende Armin-Paul Hampel rief angesichts der „Agitationen“ der evangelischen und der katholischen Kirchen gegen die AfD zum Kirchenaustritt auf.

„In dem Verein sollte von uns keiner mehr Mitglied sein“, sagte er am 22. April vor den rund 600 Delegierten. Die beiden Kirchen erfüllten nicht mehr den Staatsvertrag, nämlich rechtstreu zu sein, indem sie beispielsweise Kirchenasyl gewährten.

Hampel, der auch dem Bundesvorstand seiner Partei angehört, begründete damit seine Forderung, dass der Staat nicht mehr die Kirchensteuer „eintreiben“ solle. Hampel ist nach eigenen Angaben vor 25 Jahren aus der evangelischen Kirche ausgetreten. Er sei aber dennoch ein „überzeugter Christ und Lutheraner“.

Hampel begründete seinen Austritt damit, dass er eines Tages „vor dem Allmächtigen“ Rechenschaft ablegen müsse, „auch über die Zugehörigkeit zu einer Organisation, die längst die Bezeichnung ‚christlich‘ aus ihrem Namen streichen sollte, weil sie das Christentum nicht mehr vertritt“. [Weiterlesen]