25. September 2017

Köln, die Amtskirchen und der kirchenamtliche Haß

Quelle: jungefreiheit.de

Kölner Dom, Fotomontage

von Thorsten Hinz

Was gibt es nicht schon alles: Fressen gegen Rechts! Kopulieren gegen Rechts! Nun wird es anläßlich des AfD-Parteitags in Köln auch noch ein großes Kampfbeten gegen Rechts geben!

Traurig, überflüssig und klinisch tot ist eine Amtskirche, die meint, ihre Daseinsberechtigung dadurch nachweisen zu müssen, daß sie sich der etablierten Politik verschreibt, deren Kritiker verteufelt und der nur noch mühsam zurückgestauten Lynchlust ihren Segen erteilt.

Wenn sich Bischöfe und Pfarrer am Samstag unter dem Motto „Unser Kreuz hat keine Haken“ zeitgeistkonform in die Demonstrationen und Kundgebungen einreihen, dann praktizieren sie wieder einmal jenes opportunistische Pharisäertum, das Brecht 1947 in seinem Gedicht „Anachronistischer Zug oder Freiheit und Democracy“ so unübertrefflich beschrieben und verworfen hatte:

„Dann in Kutten schritten zwei
Trugen ‘ne Monstranz vorbei.
Wurd’ die Kutte hochgerafft
Sah hervor ein Stiefelschaft.
Doch dem Kreuz dort auf dem Laken
Fehlen heute ein paar Haken.
Da man mit den Zeiten lebt
Sind die Haken überklebt.“

Man unterschätze auch nicht die persönlichen Motive, die hier wirken. Zahlreiche Pfarrer, die Sonntag für Sonntag vor leeren Kirchbänken predigen müssen, sind tief frustriert, demoralisiert und therapiebedürftig. Indem sie sich am „Kampf gegen Rechts“ beteiligen, stehen sie wieder im Mittelpunkt des Interesses und therapieren sich selbst.

Zum islamistischen Terror schweigen sie

Mit ein bißchen Küchenpsychologie läßt sich hinter der kirchlichen Fernsten- und Flüchtlingsliebe sogar ein geheimes Rachemotiv vermuten: Die Migranten werden von den Kirchen als Zuchtrute Gottes hofiert, die auf die deutschen Gottesdienstignoranten niedersaust.

Zum islamistischen Terror und Machtanspruch und zum Leiden der Einheimischen schweigen unsere Amtskirchen hingegen. Auch die mörderischen Übergriffe gegen Christen in muslimischen Ländern lassen sie stumm bleiben.

Der Dichter Gerhart Hauptmann war mit Pfarrern und Theologen befreundet, doch der Amtskirche mißtraute er tief:

„Wo die Herzen unbezwinglich,
ihre Panzer undurchdringlich,
gnadenlos des Hasses Waffen,
dort sind Pfaffen.“

Köln wird es erneut zeigen.