11. Dezember 2017

Der deutsche Staat versagt beim Schutz seiner Bürger

Quelle: idea.de

Thomas Sigmund, Foto: handelsblatt.com

Berlin (idea) – Deutschland versagt beim Schutz seiner Bürger. Der Rechtsstaat lässt sie immer öfter im Stich.

Das kritisiert der Leiter des Hauptstadtbüros des „Handelsblattes“, Thomas Sigmund (Berlin), in einem Interview mit der Evangelischen Nachrichtenagentur idea. Der Jurist und Politologe Sigmund ist Autor des Buches „Allein unter Feinden? Was der Staat für unsere Sicherheit tut – und was nicht“ (Herder Verlag).

Ihm zufolge sorgen sich die Bürger vor allem um die „Alltagskriminalität“ in ihrem Wohnumfeld. Die Zahl der Einbrüche, Fahrrad- und Kfz-Diebstähle habe in den letzten zehn Jahren drastisch zugenommen. Für den Anstieg seien vor allem international agierende Banden aus Osteuropa verantwortlich. Polizei und Justiz seien mit ihren Aufgaben überfordert und zudem in den letzten Jahren „kaputtgespart“ worden.

Allein 2015 seien im Polizeidienst 22 Millionen Überstunden angefallen. Weil die Beweisführung vor Gericht oft schwierig sei, würden Beschuldigte reihenweise freigesprochen. Bei Einbrüchen würden nur 2,5 Prozent der Tatverdächtigen verurteilt. [Weiterlesen]