21. Juli 2017

Streit um Abtreibung: Christlicher Chefarzt verlässt möglicherweise Klinik

Quelle: idea.de

Das Ergebnis der Abtreibung eines Kindes. Foto: Screenshot

Dannenberg (idea) – In Dannenberg (Niedersachsen) wollte ein Chefarzt mit Verweis auf seinen christlichen Glauben in seiner Abteilung zukünftig keine Abtreibungen anbieten, die nicht medizinisch begründet sind.

Daraufhin hat die Konzernleitung eingegriffen und der Anordnung widersprochen. Nun steht möglicherweise eine Trennung bevor.

Zum Hintergrund: Der neue Chefarzt der Gynäkologie in der Capio-Elbe-Jeetzel-Klinik, Thomas Börner, hat als bekennender Christ aus ethischen Gründen noch nie eine Abtreibung durchgeführt und entschieden, dass auch die anderen Ärzte dies nicht mehr tun werden. Der Klinikleiter Markus Fröhling stellte sich hinter den Chefarzt. Daraufhin widersprach die deutsche Zentrale des schwedischen Capio-Konzerns, die „Capio Deutsche Klinik“.

Laut Geschäftsführer Martin Reitz (Fulda) steht für das Unternehmen der individuelle Wunsch und das gesundheitliche Wohl der Patientinnen an erster Stelle. Als weltanschaulich neutrale Einrichtungen würden die Capio-Kliniken auch weiterhin Abtreibungen ermöglichen. Er kündigte Gespräche mit Börner und Fröhling an. Es werde geprüft, ob andere Ärzte sie durchführen. [Weiterlesen]