20. September 2017

Ohne Jesus kann die Kirche „gleich einpacken“

Quelle: idea-de

Peter Hahne. Foto: peter-hahne.de

Korntal (idea) ­– Der Pietismus ist kein musealer Jesus-Gedächtnisverein, sondern eine Dienstleistung an der Gesellschaft und Herzkammer der Kirche.

Diese Meinung vertrat der Fernsehjournalist und Bestsellerautor Peter Hahne (Berlin) beim zweiten „Forum Pietismus“ der württembergischen ChristusBewegung „Lebendige Gemeinde“ am 4. Februar in Korntal.

Vor rund 350 Besuchern nannte der Theologe Christusbezogenheit und Weltoffenheit zwei Seiten derselben Medaille. Hahne: „Wir sind nicht die letzten Fußkranken der Völkerwanderung, sondern Lobby und Stoßtrupp von Jesus Christus in einer Welt, die zunehmend in Krieg, Terror und Hass zerfällt.“ Er kritisierte, dass es einen „moralischen Autismus von Gutmenschen gibt, die sich nur noch in ihren Gräben abschotten und keine Streitkultur mehr kennen“.

Hahne sprach sich dafür aus, die Vertreter der umstrittenen Gender-Ideologie ebenso wie die Wähler der „Alternative für Deutschland“ als Menschen zu achten und mit ihnen ohne Redeverbot zu debattieren.

Gerade für Christen und christliche Journalisten gelte das pietistische Motto: „Niemand soll verloren gehen. Wir wollen versöhnen, nicht spalten.“ Die Überwindung der politischen Spaltung bis in christliche Kreise und Familien hinein ist Hahne zufolge die derzeit größte Herausforderung. Der Pietismus biete „keine banale Wohlfühlreligion, sondern das Lebensbrot der Bibel, dessen tragendes Fundament das Kreuz und die Auferstehung von Jesus Christus sind. Wer die Bibel samt dem Auferstandenen fahren lässt, kann als Kirche gleich einpacken“. [Weiterlesen]