21. Juli 2017

2.000 Muslime zündeten Häuser von Christen an – keine Strafe

Quelle: idea.de

Lahore (idea) – Ein Gericht in der pakistanischen Großstadt Lahore hat über 100 Angeklagte freigesprochen, die beschuldigt wurden, im März 2013 in einem von Christen bewohnten Stadtteil über 100 Häuser angezündet zu haben.

Zeugen der Staatsanwaltschaft hatten die Täter nicht zweifelsfrei identifizieren können. Den Unruhen vorausgegangen war damals ein Streit zwischen einem Muslim und einem 28-jährigen Christen über Glaubensfragen. Dabei soll sich der Christ beleidigend über den Propheten Mohammed geäußert haben. Dafür gab es allerdings keine Beweise.

Am nächsten Tag wurden die Anschuldigungen in der Moschee wiederholt. Daraufhin zogen über 2.000 muslimische Männer in den christlichen Stadtteil „Josephs Kolonie“. Aus Angst vor Übergriffen verließen alle Bewohner ihre Häuser, die daraufhin von der aufgebrachten Menschenmenge angesteckt wurden. Das Viertel brannte völlig nieder. [Weiterlesen]