25. März 2017

Gustav-Adolf-Werk stellt Zahlungen an lettische Kirche ein

Quelle: idea.de

Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werks. Foto: gustav-adolf-werk.de

Enno Haaks, Generalsekretär des Gustav-Adolf-Werks. Foto: gustav-adolf-werk.de

Leipzig/Riga (idea) – Das Diasporawerk der EKD, das Gustav-Adolf-Werk (GAW/Leipzig), wird seine finanzielle Förderung für die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands einstellen.

Das bestätigte GAW-Generalsekretär Enno Haaks auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea.

Hintergrund ist das Votum der lettischen Synode, die Frauenordination abzuschaffen. „Diese Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen und sie kann, sollten sich die Umstände ändern, auch wieder aufgehoben werden“, sagte Haaks. Aber mit ihrem Nein zur Frauenordination habe sich die lettische Kirche gegen entsprechende Beschlüsse innerhalb des Lutherischen Weltbundes (LWB) und der Gemeinschaft Evangelischer Kirchen in Europa (GEKE) gestellt. Diese trage auch das Gustav-Adolf-Werk mit.

Aber auch aus „Rücksicht auf den Spenderwillen und die vielen kritischen Anmerkungen aus dem Bereich der Frauenarbeit“ am Verhalten der lettischen Kirche sei es nicht mehr möglich, die Partnerschaftsarbeit in bisheriger Weise fortzuführen. Bislang hatte die Evangelisch-Lutherische Kirche Lettlands nach Haaks Worten jährlich eine Förderung von 20.000 Euro erhalten. Stattdessen habe man jetzt [Weiterlesen]