20. September 2017

Studentenausschuß fordert Gender-Toiletten

Quelle: jungefreiheit.de

FILE - In this May 17, 2016, file photo, a new sticker designates a gender neutral bathroom at Nathan Hale high school in Seattle. A federal judge in Texas is blocking for now the Obama administration's directive to U.S. public schools that transgender students must be allowed to use the bathrooms and locker rooms consistent with their chosen gender identity. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

FILE – In this May 17, 2016, file photo, a new sticker designates a gender neutral bathroom at Nathan Hale high school in Seattle. A federal judge in Texas is blocking for now the Obama administration’s directive to U.S. public schools that transgender students must be allowed to use the bathrooms and locker rooms consistent with their chosen gender identity. (AP Photo/Elaine Thompson, File)

BIELEFELD. Der neu gewählte „Allgemeine Studierendenausschuß“ (Asta) der Universität Bielefeld hat eine gendergerechte Umrüstung von Toiletten an der Hochschule gefordert. Ein Großteil der Klos solle für „All Gender“ zugänglich gemacht werden, berichtete die Neue Westfälische. Diskriminierung aufgrund „des Geschlechts, die Personen häufig nur von außen zugeschrieben werden“, sei laut dem Asta Alltag.

Das Gremium will deshalb Toiletten mit Urinella, Urinierfhilfen für „Menschen mit weiblichem Geschlechtsteil“, installieren lassen. „Das ist als Vorhaben angedacht“, sagte der Co-Vorsitzende Sami Maztoul. Das Studentenparlament hatte zuvor nach einer Wahl mit 9,5 Prozent Beteiligung mehrere Monate gebraucht, um einen Ausschuß zu bilden.

RCDS kritisiert linke Listen

Kritik an dem Vorstoß der elf linken Gruppen kommt vom CDU-nahen Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS). Es wäre besser, wenn sich der Asta „um relevante Fragestellungen des studentischen Zusammenlebens“ kümmern würde, mahnt Florian Grün vom RCDS. Der RCDS wäre einverstanden, wenn ein oder zwei Toiletten bereitstehen würden, aber nicht auf allen Fluren.

Maztoul rechtfertigt den Vorstoß damit, daß es Studenten gäbe, die sich nicht eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen wollten. Hierzu solle demnächst eine Veranstaltung mit dem Titel „Gesellschaft macht Geschlecht“ stattfinden.

Grün werdet dies als Zeichen dafür, „daß die linken Listen ihrer eigenen Politik überdrüssig geworden sind“. Ähnlich kritisiert die Liberale Hochschulgruppe (LHG) den Vorstoß. „Offensichtlich wird mit linker Klientelpolitik weitergemacht wie bisher, anstatt einmal wirklich etwas für die Studierenden zu tun“, sagte LHG-Vorsitzender Florian Kluge. Zudem verurteilt er die Zusammenarbeit mit „linksradikalen Gruppen“. (ls)