26. März 2017

Juden und Muslime sprechen zum Reformationstag

Quelle: idea.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Foto: Thomas Schneider/agwelt

München (idea) – Auf Kritik theologisch konservativer Christen stoßen zwei Veranstaltungen zum Reformationstag (31. Oktober) in Bayern.

Das Theologische Studienseminar der Vereinigten Evangelisch-Lutherischen Kirche Deutschlands (VELKD) in Pullach bei München lädt zu einer „interreligiösen Schriftauslegung“ ein, bei der neben Pfarrern auch Juden und Muslime Texte aus dem Neuen Testament sowie aus dem Koran und der hebräischen Bibel auslegen.

Mit dabei sind Imam Benjamin Idriz (Penzberg bei München) und der Rabbiner Daniel Katz (Düsseldorf). Nach den Worten von Studienleiterin Christina Costanza wird das Hören auf jüdische und muslimische Stimmen „unserem Bibellesen einen neuen Horizont geben“.

Außerdem wird an dem Tag in der evangelischen Laurentiuskirche in Altdorf bei Nürnberg der Vorsitzende des Zentralrates der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek (Köln), einen Vortrag halten. Er führt seine Einladung darauf zurück, dass er dem Vorbereitungskomitee für das Reformationsjahr 2017 angehört.

Dekan Jörg Breu (Altdorf) erklärte gegenüber dem Evangelischen Pressedienst (epd), es sei das Anliegen der Reformation, „althergebrachte Denkstrukturen“ aufzubrechen. Die evangelische Kirche müsse mehr als das übliche „Lutheralala“ am Reformationstag anbieten. [Weiterlesen]