17. Dezember 2017

Ehemalige Bürgermeisterkandidatin schickt Syrer wieder ins Heim

Quelle: jungefreiheit.de

Die inzwischen geschlossene Notunterkunft für Flüchtlinge, Hansahalle in Emmerich. Foto: Homepage Stadt Emmerich

Die inzwischen geschlossene Notunterkunft für Flüchtlinge, Hansahalle in Emmerich. Foto: Homepage Stadt Emmerich

GELDERN. Die ehemalige Gelderner Bürgermeisterkandidatin Hanneke Hellmann (SPD) hat einen bei sich aufgenommenen Asylbewerber wieder in eine Jugendhilfeeinrichtung gegeben. Mit dem bereits im Sommer adoptierten Syrer kam uns zu vermehrten „Konflikten im Zusammenleben“, wie die Rheinische Post berichtete. Die Auseinandersetzungen mit dem 16 Jahre alten Ali al Moamari endeten im Auszug des Jugendlichen.

Der asylsuchende Ali wurden im Juli von der langjährigen Mitarbeiterin des Jugendamts aufgenommen. Sie übernahm in der Folge auch die Vormundschaft für den Minderjährigen. „Ich stehe zu meinem Flüchtling“, sagte die pensionierte Beamtin noch im Sommer den Medien.

Konflikte eskalierten

Weil sie beim Vorbeibringen von Kleidung in der Notunterkunft Emmerich das traurige Gesicht von Ali sah, habe sie ihn bei sich aufgenommen. In der Erziehung versuchte sie keine Unterschiede zu ihren eigenen vier Kindern zu machen, Schweinfleisch sei fortan aber nicht mehr auf den Tisch gekommen.

Gestritten wurde schon damals. Allerdings über Alltägliches, wie etwa das stundenlange Herumspielen mit dem Handy. Nun sei Ali jedoch wieder in eine Jugendhilfeeinrichtung gezogen. Aus „privaten Gründen“ und im Sinne ihres ehemaligen Schützlings möchte sie die „Konflikte im Zusammenleben“ aber nicht präzisieren. (vi)