17. Dezember 2017

Orbán: Einwanderung ist „Gift“

Quelle: jungefreiheit.de

Viktor Orbán Foto: Facebook

Viktor Orbán Foto: Facebook

BUDAPEST. Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán hat sich erneut gegen eine gemeinsame europäische Asyl- und Einwanderungspolitik ausgesprochen. „Ungarn braucht keinen einzigen Migranten, damit die Wirtschaft funktioniert“, sagte Orbán bei einem Treffen mit Österreichs Bundeskanzler Christian Kern (SPÖ).

„Deswegen braucht es keine gemeinsame europäische Einwanderungspolitik. Wer immer Migranten braucht, kann sie nehmen, doch zwingt sie uns nicht auf, wir brauchen sie nicht“, zitiert die Nachrichtenagentur AFP Orbán.

„Nicht Medizin, sondern ein Gift“

Laut Orbán gefährde die Einwanderung auch die innere Sicherheit Ungarns. „Jeder einzelne Migrant stellt eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit und ein Terrorrisiko dar“, warnte er. Auch deswegen lehne sein Land eine Verteilung von Asylsuchenden in der EU per Quotenregelung ab. „Für uns ist Migration keine Lösung, sondern ein Problem“, unterstrich der ungarische Ministerpräsident. „Nicht Medizin, sondern ein Gift, wir wollen es nicht und schlucken es nicht.“

Am 2. Oktober läßt Orbán die Ungarn in einem Referendum über die von der EU geforderte Verteilung von Asylbewerbern innerhalb der Staatengemeinschaft abstimmen. (krk)