19. November 2017

Migrationsexperte: Merkels Asylpolitik ist eine Katastrophe

Quelle: jungefreiheit.de

Ralph Ghadban Foto: wikimedia.org/Shoshone/gemeinfrei

Ralph Ghadban Foto: wikimedia.org/Shoshone/gemeinfrei

BERLIN. Der Migrationsforscher Ralph Ghadban hat die deutsche Einwanderungspolitik für vollkommen gescheitert erklärt. „Multikulti hat noch nirgendwo funktioniert“, sagte der gebürtige Libanese der JUNGEN FREIHEIT. Die Ideologie habe einen Denkfehler, den viele Deutsche nicht begriffen. „Multikulti konserviert die Unterschiede, es verhindert Integration.“

Schuld daran seien Politik, Medien und Gesellschaft: „Wir erleben eine asymmetrische Entwicklung: Die Deutschen öffnen sich immer mehr, die Moslems wenden sich immer weiter ab“, mahnte Ghadban. Eine Kultur, die unseren Grundrechten widerspreche, müsse bekämpft werden.

Staat ist hilflos gegen Großfamilien

Auswüchse der multikulturellen Politik seien kriminelle Großfamilien, die vor allem in Berlin, Bremen, Frankfurt und Essen aktiv seien. Eine liberale Gesellschaft wie die deutsche sei nicht darauf eingestellt, solchen Familienverbänden entgegenzutreten. „Wenn sich eine Großfamilie kriminalisiert, sind die deutsche Gesellschaft und der deutsche Staat eigentlich fast hilflos“, warnte der Clan-Experte.

Gerade die islamischen Clans würden aufgrund ihrer Brutalität auffallen. „Das ist kulturell bedingt“, meinte der Migrationsforscher, der zuvor Sozialarbeiter beim Diakonischen Werk war. Ein Blick in die arabische Welt würde reichen: „Dort ist der Staat schon brutal – aber wenn er nicht da ist, sind die Gesellschaften noch brutaler.“ Als Lösung schlug Ghadban kontrollierte Zuwanderung vor.

Wir brauchen ein Einwanderungsgesetz, das heißt, man holt nur die Leute, die man braucht und die man integrieren kann. Und dafür gelten dann klare Regeln, an die sich die Einwanderer zu halten haben! – Ralph Ghadban

Osteuropäer beschützen Deutschland

Die Asylkrise bezeichnete der Islamwissenschaftler als „Katastrophe“. Sie sei „Folge einer ganz unüberlegten Entscheidung von Frau Merkel“. Die Kanzlerin habe Millionen ohne Plan ins Land gelassen. Ghadban bezeichnete dies als „wahnwitzig“. Zudem habe Merkel „alle möglichen Gesetze gebrochen und die deutsche Souveränität bedroht“.

Es seien die osteuropäischen Länder, die Deutschland gerade beschützten, nicht die Bundesregierung. „Die sammelt statt dessen Moralpunkte und läßt die Dreckarbeit andere machen. Ich finde das völlig amoralisch“, monierte Ghadban. (JF)

>> Das vollständige Interview lesen Sie in der aktuellen Ausgabe der JUNGEN FREIHEIT.