23. September 2017

Linke stören CDU-Veranstaltung zu Genderpolitik

Quelle: jungefreiheit.de

Birgit Kelle. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Birgit Kelle. Foto: Thomas Schneider/agwelt

DRESDEN. Anhänger der linken Szene haben Dienstagabend versucht, eine CDU-Veranstaltung zur Genderpolitik im Haus an der Kreuzkirche in Dresden zu stören. Rund 25 Anhänger von SPD, Linken, Grünen und linken Vereinen klatschten und brüllten mehrere Minuten lang im Haus, wodurch die Veranstaltung unterbrochen werden mußte, sagte ein Polizeisprecher der JUNGEN FREIHEIT. Zudem hätten sich drei Frauen aus Protest gegen die Veranstaltung ausgezogen. Die Polizei führte die Störer ab.

Zu der Diskussionsrunde mit dem Thema „Mal ernsthaft – Mit Gendergaga gegen das arabische Frauenbild? Wie Ideologien unsere Freiheit bedrohen“ hatten die CDU-Bundestagsabgeordneten Andreas Lämmel und Arnold Vaatz geladen. Letzterer will sich juristische Schritte gegen die Störer vorbehalten. Die Publizistin Birgit Kelle hielt laut Sächsischer Zeitung einen Vortrag über ihre Haltung zur Asyldebatte und zur Geschlechterdiskussion.

Wie das Blatt berichtete, sagte Kelle in ihrem Vortrag, das Geschlecht könne nicht geändert werden. Es sei absurd, daß Facebook-Nutzer bei der Registrierung aus sechs verschiedenen Geschlechtern wählen könnten. Sie könne es nicht verstehen, daß sich eine ganze Gesellschaft mit der Sexualität von anderen Menschen auseinandersetzen müsse.

Kritik von SPD und Grünen

Bereits im Vorfeld der Veranstaltung hatte die sächsische Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) scharfe Kritik geäußert. „Das ist auf jeden Fall ein echtes Feuerwerk an Vorurteilen, und ich stelle mir schon die Frage, wem sie nützen und wem sie schaden sollen“, sagte sie der Sächsischen Zeitung.

Kritik kam auch von den Grünen. „Mit Frau Kelle bieten sie nicht nur einer erbitterten Gegnerin von Gleichstellung und sexueller Vielfalt eine Bühne, sondern auch einer antifeministischen Hardlinerin, die bestens in rechten Kreisen vernetzt ist“, sagte der Dresdner Bundestagsabgeordnete Stephan Kühn. (ls)