21. September 2017

Zurück zum Wort Gottes – Keine Spaltung der Evangelikalen

Quelle: idea.de

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Kassel (idea) – Die evangelikale Bewegung hat sich nicht aufgespalten, aber zur Klärung umstrittener theologischer Fragen aufgerufen. Gleichzeitig wurde ein Netzwerk Bibel und Bekenntnis gegründet, das alle Christen in Landes- und Freikirchen unterstützen will, die sich an der Bibel als Gottes Wort orientieren.

Das ist das Ergebnis eines Treffens von 65 Repräsentanten aus Landes-und Freikirchen am 23. Januar in Kassel. Anlass für die Zusammenkunft sind vor allem Aussagen des Vorsitzenden des größten evangelikalen Dachverbandes, der Deutschen Evangelischen Allianz, Michael Diener (Kassel), gewesen, der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes ist. Diener hatte in Interviews gefordert, die Evangelikalen sollten neu über Mission und Politik denken. Im Blick auf das Thema Homosexualität hatte er geäußert, er wünsche sich, dass auch Christen, die ihre Homosexualität praktizieren, Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können.

Dem widersprach in einem Offenen Brief der langjährige ProChrist-Hauptredner, Pfarrer Ulrich Parzany (Kassel). Er lud viele, die ihm zugestimmt hatten nach Kassel ein. Mehrfach hieß es daraufhin in Medien, jetzt drohe eine Spaltung der evangelikalen Bewegung. Dazu kam es jedoch nicht. Doch in einem einstimmig verabschiedeten Kommuniqué wird vom Hauptvorstand der Allianz und der Mitgliederversammlung des Gnadauer Verbandes gefordert, zu den Aussagen Dieners Stellung zu nehmen. Das neue Netzwerk lehnt praktizierte Homosexulität als unbiblisch ab. [Weiterlesen]