19. September 2017

Evangelikale Theologen streiten über Bibelverständnis

Quelle: idea.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Wetzlar (idea) – In der Debatte um den Kurs der evangelikalen Bewegung beim Bibelverständnis und in ethischen Fragen haben sich zwei führende evangelikale Theologen zu Wort gemeldet.

In Beiträgen für die Evangelische Nachrichtenagentur idea (Wetzlar) nehmen der frühere Vorsitzende der Deutschen Evangelischen Allianz, Prof. Rolf Hille (Heilbronn), und der Gründer der Jungen Kirche Berlin, Pfarrer Alexander Garth (Berlin), kontrovers Stellung.

Auslöser dafür waren Äußerungen des Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Pfarrer Michael Diener (Kassel), der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) ist. Diener hatte Evangelikale in den Medien dazu aufgefordert, selbstkritischer zu sein, und ein neues Denken über Homosexualität, Politik und Mission verlangt. Auch praktizierende Homosexuelle sollten Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können.

Laut Hille lehnt die Bibel Homosexualität aber ab. Wie er schreibt, geht es um die Zuverlässigkeit der Bibel insgesamt: „Papier ist geduldig und wenn man liest, was dasteht, aber gleichzeitig gewärtig sein muss, dass auch das pure Gegenteil richtig sein könnte, dann ist die inhaltliche Gemeinschaft des Glaubens aufgekündigt.“ [Weiterlesen]