21. September 2017

Entsteht ein weiterer evangelikaler Dachverband?

Quelle: idea.de

Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Wetzlar (idea) – Kommt es zur Gründung eines weiteren evangelikalen Dachverbandes neben der Deutschen Evangelischen Allianz?

Diese Frage stellt sich angesichts des Vorschlags des Evangelisten Ulrich Parzany (Kassel), ein deutschlandweites „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ ins Leben zu rufen. Er hat für den 23. Januar über 60 evangelikale Vertreter nach Kassel eingeladen.

Grundlage für das Gespräch ist ein Memorandum von Parzany. Darin heißt es, ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ würde ein hilfreiches Instrument sein, die Orientierung der Christen zu fördern: „Bestehende bundesweite Bewegungen haben ihre Integrationskraft verloren oder finden in den aktuell kontroversen Themen nicht zu gemeinsamen Überzeugungen und Stellungnahmen.“

Hintergrund des Vorstoßes sind Äußerungen des Vorsitzenden der Deutschen Evangelischen Allianz, Pfarrer Michael Diener (Kassel), der im Hauptamt Präses des Evangelischen Gnadauer Gemeinschaftsverbandes (Vereinigung Landeskirchlicher Gemeinschaften) ist. Diener – er gehört auch dem Rat der EKD an – hatte Evangelikale in der Tageszeitung „Die Welt“ dazu aufgefordert, selbstkritischer zu sein und neu über Homosexualität, Politik und Mission zu denken. So sollten auch praktizierende Homosexuelle Mitarbeiter in evangelikalen Gemeinden sein können.

Daraufhin äußerte der frühere ProChrist-Hauptredner Parzany in einem Offenen Brief sein Unverständnis darüber, dass Diener die Evangelikalen immer wieder öffentlich kritisiere und biblische Positionen relativiere. Die Evangelische Nachrichtenagentur idea richtete zahlreiche Anfragen an Vertreter der evangelikalen Bewegung, wie sie den Vorstoß bewerten, ein „Netzwerk Bibel und Bekenntnis“ zu gründen. Die meisten lehnten [Weiterlesen]