23. September 2017

Ulrich Parzany: Christen, seid nicht so wehleidig!

Quelle: idea.de

Der Evangelist und Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Der Evangelist und Pfarrer Ulrich Parzany. Foto: Thomas Schneider/agwelt

Rehe (idea) – Einer der bekanntesten Pfarrer Deutschlands, Ulrich Parzany (Kassel), hat die Wehleidigkeit vieler Christen in Deutschland kritisiert, wenn sie wegen ihres Glaubens auf Widerspruch stoßen.

Er sei entsetzt, wenn manche Evangelikale gar davon redeten, „wir hätten so etwas wie Verfolgung“. Wer das behaupte, „hat keine Ahnung, was Christenverfolgung bedeutet“, sagte Parzany auf der Jahrestagung der Deutschen Evangelistenkonferenz, die vom 30. November bis 3. Dezember in Rehe (Westerwald) stattfindet. Das Treffen steht unter dem Thema „Evangelisation im Gegenwind“.

Parzany zufolge sind manche Christen angesichts der Glaubensfreiheit in der westlichen Welt so verwöhnt, dass sie „schon das kritische Augenzwinkern eines Menschen als Kreuzigung empfinden“. „Mich bespuckt noch nicht einmal jemand“, so Parzany, der nach eigenen Angaben wegen seiner evangelistischen Arbeit bei vielen in Kirche und Staat inzwischen als „Sektierer“ gelte. Seine Kritiker sagten ihm ihre Meinung oft nicht einmal ins Gesicht. Dass Christen ihren Glauben in Deutschland frei ausüben könnten, sei im Weltmaßstab die Ausnahme. So sei es in vielen muslimisch geprägten Ländern „lebensgefährlich“, vom Islam zum christlichen Glauben überzutreten. [Weiterlesen]