13. Dezember 2017

Proteste gegen Inserat einer evangelikalen Gemeinde

Quelle: idea.de

Gemeindebrief St. Martini Bremen. Foto: st-martini.net

Gemeindebrief St. Martini Bremen. Foto: st-martini.net

Bremen (idea) – Der Weser-Kurier in Bremen hat es abgelehnt, eine Anzeige der dortigen evangelikalen St. Martini-Gemeinde zu veröffentlichen.

Sie wollte am 20. Dezember im „Kurier am Sonntag“ ein Inserat schalten mit der Aufforderung Jesu „Kommet her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid, ich will euch erquicken!“ (Matthäus 11,28).

Zuvor war am 6. Dezember auf der Titelseite des Blattes eine Annonce der Gemeinde mit einer Aussage der niederländischen Evangelistin Corrie ten Boom (1892–1983) erschienen: „Wer Jesus nicht zum Anwalt hat, dem begegnet er als Richter.“ Man habe damit auf das kommende Gericht Gottes aufmerksam machen wollen, da der Advent eine Zeit der Buße sei, so die Begründung von Pastor Olaf Latzel.

Die Veröffentlichung der zweiten Anzeige lehnte das Blatt mit der Begründung ab, dass es „zu viele Beschwerden“ gegen die erste gegeben habe. Latzel sagte dazu auf Anfrage der Evangelischen Nachrichtenagentur idea: „Die Welt verträgt den Ruf zur Buße nicht mehr.“ Selbst Kollegen hätten protestiert, weil sie die biblische Gerichtsbotschaft nicht mehr hören wollten. Auch manche Vertreter der Evangelischen Allianz [Weiterlesen]