19. September 2017

Asylbewerber brauchen 70.000 neue Kita-Plätze

Quelle: jungefreiheit.de

Foto: Thomas Schneider/agwelt

Foto: Thomas Schneider/agwelt

BERLIN. Wegen den steigenden Asylbewerberzahlen rechnet Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) deutlich steigenden Kosten für die Kinderbetreuung. Bei 800.000 Asylsuchenden sei mit einem zusätzlichen Bedarf von rund 70.000 Kitaplätzen zu rechnen, teilte der Minister auf eine Anfrage des CSU-Bundestagsabgeordneten Johannes Singhammer (CSU) mit.

„Dies bedeutet überschlägig einen zusätzlichen Personalbedarf von zirka 9.000 Vollzeitstellen“, heißt es in dem Schreiben laut Tagesspiegel. Zudem rechnet sein Ministerium im kommenden Jahr mit bis zu 465.000 Asylbewerbern, die Hartz-IV-Leistungen erhalten könnten. Die Zahlen der Behörde könnten allerdings bereits überholt sein. Bereits im November wurden mehr als eine Million Asylsuchende in der Bundesrepublik registriert.

Singhammer, der auch Vizepräsident des Bundestages ist, forderte deswegen eine Begrenzung der Einwanderung. So müsse der Familiennachzug ein einem Maß begrenzt werden, „das in Zusammenhang mit verfügbarem Wohnraum und unserer Infrastruktur steht“, sagte der CSU-Politiker. De Maizière geht von „erheblichen Zahl“ von Personen aus, die über die Familienzusammenführung zusätzlich in die Bundesrepublik einwandern. Schätzungen der CSU, bei 200.000 Syrern seien 600.000 Nachzüge zu erwarten, nannte er allerdings „deutlich zu hoch“. (ho)